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Brandenburg Umfrage: Große Mehrheit freut sich über den Wolf
Brandenburg Umfrage: Große Mehrheit freut sich über den Wolf
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17:43 27.04.2018
Der Wolf wird immer wieder in Brandenburgs Wäldern gesichtet. Quelle: dpa
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Potsdam

Eine große Mehrheit der Bundesbürger begrüßt einer Forsa-Umfrage zufolge die Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland. Demnach finden 80 Prozent der Deutschen, dass Wölfe genauso in die Landschaft gehören wie Füchse, Rehe oder Biber, wie aus der am Freitag in Berlin veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Naturschutzbundes (Nabu) hervorgeht. 78 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Wölfe in Deutschland leben können, auch wenn es teilweise zu Problemen kommt. Zudem finden 73 Prozent, dass die Probleme mit Wölfen in den Medien übertrieben dargestellt werden.

Die meisten Freunde hat der Wolf dabei laut Umfrage im urbanen Umfeld. In den Großstädten liegt die Zustimmungsrate bei 82 Prozent, in Städten unter 100.000 Einwohnern bei 77 Prozent. Am geringsten, wenn auch immer noch sehr hoch, ist die Freude über seine Wiederansiedlungen in Wohnorten unter 20.000 Einwohnern mit 75 Prozent.

Befragt wurden den Angaben zufolge im Februar und März mehr als 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren. Um auch für Brandenburg und Sachsen Aussagen treffen zu können, wurden dort jeweils 150 Personen befragt. Beide Länder haben die älteste und stärkste Wolfspopulation in Deutschland. Zuletzt hatte es verstärkt Forderungen von Jägern und Landwirten gegeben, die streng geschützten Tiere teilweise zum Abschuss freizugeben, wenn sie Menschen und Vieh zu nahe kommen.

In Brandenburg sind vor allem Landwirte skeptisch wegen der Wolfsansiedlungen. Sie leiden unter den Attacken des Wolfs auf Nutztiere.

Einige Fälle im Überblick:

März 2018: Wolfsangriff auf privates Damwild. Ein Züchter aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark verliert nach einem Wolfsangriff die Hälfte seines Tierbestands.

März 2018: Wolf greift Terrier-Hündin an. Ein Hund muss nach dem Angriff eines Wolfs eingeschläfert werden. Das Tier ist auf einem eingezäunten Grundstück attackiert worden.

März 2018: Wolf vertreibt die ersten Jäger. Ein Blick in die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming zeigt, was die Rückkehr des Wolfs auch bedeuten kann. Eine Pächtergemeinschaften droht sich aufzulösen, weil ein Wolfs-Rudel zu wenig Wild übrig lässt.

März 2018: Wolf hinterlässt blutige Spur. Anwohner Bad Belzigs sind beunruhigt. In der Nähe eines Kleingarten ist ein Reh gerissen worden.

Dezember 2016: Wolf mit Beute auf frischer Tat ertappt. Ein Video zeigt, wie sich ein Wolf seine Beute hermacht und auch die Nähe zu Menschen nicht scheut.

März 2018: Bauernbund fordert „Schutzjagd“ auf Wölfe. Die Geduld der brandenburgischen Bauern ist am Ende. Der Wolf macht den Weidetierhaltern weiter zu schaffen. Sie fordern sogenannte Schutzjagden.

Von epd

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