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Zwei Drittel gegen Kreisgebietsreform

Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ Zwei Drittel gegen Kreisgebietsreform

Das wichtigste Reformvorhaben von Rot-Rot kommt bei den Brandenburgern nicht gut an. Nach einer repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ lehnen zwei Drittel die geplante Kreisgebietsreform ab. Patt gibt es bei den Vor- und Nachteilen der Kohle-Nutzung.

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Quelle: dpa-Archiv

Potsdam. Sie ist das wichtigste Reformvorhaben von Rot-Rot II in den nächsten Jahren: die Kreisgebietsreform. Die Brandenburger stehen dem geplanten Projekt allerdings ablehnend bis skeptisch gegenüber. Rund zwei Drittel der Bürger (64 Prozent) halten die Reform nicht für sinnvoll. Nur 29 Prozent sind laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ für die geplante Reform.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Märkischen Allgemeinen Zeitung hervor. Für die Umfrage wurden im Dezember 1001 wahlberechtigte Brandenburger befragt.

In den nächsten Jahren soll es sowohl eine Funktionalreform geben, bei der das Land Aufgaben an die Kommunen abgibt, sowie eine Neustrukturierung der 14 Landkreise. Nach Debatten über diverse Zwischenvarianten haben sich SPD und Linke im Koalitionsvertrag auf "maximal 10" Kreise festgelegt. Außerdem sollen die kreisfreien Städte in den umliegenden Kreisen aufgehen ("Einkreisung"). Das betrifft Brandenburg/Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder). Potsdam bleibt vermutlich kreisfrei – sicher ist das aber nicht.

Ein ähnliches, die Reform ablehnendes Bild gibt es bei den Anhängern der Parteien. Bei den SPD-Sympathisanten beträgt das Verhältnis 61 ("nicht sinnvoll") zu 35 Prozent ("sinnvoll"). Noch deutlicher lehnen Anhänger der Linken die Kreisgebietsreform ab (72 Prozent). Bei der CDU sagen 65 Prozent Nein zur Reform, 32 Prozent halten das Vorhaben für richtig.

Unentschieden sind die Brandenburger in ihrer Beurteilung, ob die Braunkohle in der Lausitz eher Vor- (36 Prozent) oder eher Nachteile (40 Prozent) bringt. Häufiger als im Durchschnitt sehen die älteren, über 60-Jährigen sowie die Befragten mit niedriger oder mittlerer Bildung sowie die Anhänger der SPD in der Kohle-Nutzung eher Vorteile. Mehr Nachteile sehen Befragte mit weiterführender Schulbildung sowie die Anhänger von CDU und Grünen.

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Bürger ist gegen eine Erweiterung der Tagebaue zur Sicherung der Energieversorgung. Nur jeder dritte Befragte plädiert für die Erweiterung, weil die Kohle aus seiner Sicht zur Sicherung einer zuverlässigen und kostengünstigen Versorgung mit Strom und Energie noch für längere Zeit nötig ist.

Alle Ergebnisse der MAZ-Umfrage auf einen Blick:

Die MAZ hat 1001 wahlberechtigten Brandenburgern die Sonntagsfrage gestellt. Auch zur Kreisgebietsreform und zur Kohlefrage bezogen sie Stellung. Alle Ergebnisse der MAZ-Umfrage gibt es in dieser Bildergalerie.

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Von Igor Göldner

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Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ

Die rot-rote Koalition stößt bei gut der Hälfte der Brandenburger auf Zustimmung. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ halten 51 Prozent die Entscheidung der SPD für richtig, erneut mit der Linkspartei zu regieren. Auffällig in der Umfrage: Zwei Drittel der Brandenburger lehnen die von Rot-Rot geplante Kreisgebietsreform ab.

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