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Frau schlägt Bekannte nach sexueller Annäherung tot

Urteil im Prozess wegen Totschlags Frau schlägt Bekannte nach sexueller Annäherung tot

Eine 59-jährige Berlinerin wird vermisst gemeldet. Drei Monate lang fehlt jede Spur von ihr - bis Überweisungen von ihrem Konto zu einer Frau aus ihrem Umkreis führen. Im Streit hatte sie ihre Bekannte getötet und dann die Leiche zerteilt. Nun ist ein Urteil gefallen.

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Quelle: dpa

Berlin. Eine 37-Jährige hat in Berlin eine Bekannte im Streit tödlich verletzt, die Leiche zerteilt und an einem Kiessee verscharrt. Das Landgericht der Hauptstadt verurteilte sie am Montag zu viereinhalb Jahren Haft. Die Richter folgten dem Geständnis der 37-Jährigen und sprachen sie der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. „Diese Einlassung können wir nicht widerlegen“, hieß es im Urteil. Der Staatsanwalt hatte wegen Totschlags acht Jahre Haft verlangt. Nach der Tat hatte die 37-Jährige noch die EC-Karte des Opfers genutzt.

Zu der tödlichen Auseinandersetzung war es im September 2015 in der Wohnung des Opfers im Stadtteil Tiergarten gekommen. Die Angeklagte sei nach einem sexuellen Annäherungsversuch der 59-Jährigen sowie massiven Beleidigungen in einen Ausnahmezustand geraten. „Wie wild schlug sie auf die Frau ein“, hieß es im Urteil. Nach Angaben der Angeklagten habe ein Schlag gegen den Hals zum Tod geführt.

Unterschlagung und Urkundenfälschung nach Entsorgung der Leiche

Die 59-Jährige war Ermittlungen zufolge im Flur ihrer Wohnung gestorben. „Die Angeklagte entschloss sich, die Leiche zu zerstückeln und zu entsorgen“, sagte der Vorsitzende Richter. Danach habe sie eine Legende aufgebaut und vorgetäuscht, die 59-Jährige würde noch leben. „So benutzte sie die EC-Karte des Opfers.“ Die Angeklagte wurde deshalb auch der Unterschlagung, der Urkundenfälschung sowie des Betrugs schuldig gesprochen.

Die 37-Jährige wurde im Dezember festgenommen und machte kurz darauf Angaben, die zum Versteck der Leiche an einem Kiessee im Ortsteil Blankenfelde führten. Drei Monate nach dem Tod der 59-Jährigen seien Überreste der Toten entdeckt worden, hieß es damals. Die genaue Todesart sei aber „mangels vollständiger Leiche“ nicht feststellbar.

Täterin war „geschockt und extrem gekränkt“

Die Angeklagte hatte kurz vor dem Urteil gestanden und erklärt, sie sei durch das Verhalten der 59-Jährigen „geschockt und extrem gekränkt gewesen“. Sie habe ihre Bekannte, zu der eine mütterliche Beziehung bestanden habe, nicht töten wollen. Das Gericht wertete das Geständnis erheblich strafmildernd und folgte im Wesentlichen dem Antrag der Verteidigung.

Von Kerstin Rebien

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