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Frau stirbt bei Kollision mit Zug

Oma kommt ums Leben, Enkel verletzt sich schwer Frau stirbt bei Kollision mit Zug

Bei einem Zusammenstoß mit einem Regionalzug in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) ist eine 54-jährige Mitarbeiterin des Beelitzer Jakobshofs ums Leben gekommen. Der achtjährige Enkelsohn und ein Kollege der Frau wurden schwer verletzt und mussten per Rettungshubschrauber in Kliniken gebracht werden.

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Die Helfer an der Unfallstelle.

Quelle: Christian Griebel

Beelitz. Ein furchtbarer Unfall hat am Montagnachmittag Beelitz erschüttert: Am Grenzelweg fährt ein Mercedes auf den unbeschrankten Bahnübergang zu, dem sich zugleich ein Odeg-Zug der Regionallinie 33 nähert. Der Lokführer bemerkt das Auto, gibt noch einmal Hupsignale und leitet eine Notbremsung ein. Der Mercedes fährt aber weiter. Es kommt zum Zusammenstoß. Das Auto wird 200 Meter mitgeschleift. Dann kommt der Zug zum Stehen. Der Mercedes hat sich unter dem Triebwagen verkeilt.

Der schreckliche Anblick, der sich den Feuerwehrleuten, Rettungskräften, Seelsorgern und Bahnmitarbeitern bietet, lässt nicht vermuten, dass einer der Autoinsassen überlebt haben könnte. Es stellt sich aber heraus, dass ein junger Mann noch am Leben ist, ebenso ein Kind. „Das ist wie ein Wunder“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Aber die 54 Jahre alte Fahrerin ist tot. Das Zugpersonal und die vier Fahrgäste bleiben unverletzt.

Fassungslos steht Knuth am Unfallort. Er erfährt, dass der Zusammenstoß die stellvertretende Restaurant-Leiterin des Beelitzer Jakobshofes das Leben gekostet hat. Die schwer Verletzten sind der achtjährige Enkelsohn der Fahrerin sowie ein etwa 30-jähriger Kellner-Kollege. Sie werden ins Virchow-Klinikum und ins Marzahner Unfallkrankenhaus geflogen. Knuth hält später die Tochter der Getöteten und Mutter des Jungen tröstend im Arm. „Es ist ein unvorstellbares Leid“, so Knuth zur MAZ. Auch den Kameraden der Beelitzer Feuerwehr sei die hohe Belastung bei diesem Einsatz anzumerken. Fast jeder kannte die umtriebige Frau und den freundlichen Kellner persönlich. Der Stadtwehrführer hatte auf dem Jakobshof seine Hochzeit gefeiert.

Geschockt nimmt Jürgen Jakobs, Chef des Spargelhofes, die Nachricht vom Unfall entgegen. „Wir können es immer noch nicht fassen, erst recht, weil man am Tag noch zusammen gearbeitet hat“, sagt Jakobs. Für den jungen Kellner war es der erste Arbeitstag nach dem Urlaub. „Er ist unser bester Kellner und immer so lebenslustig“, so Jakobs. Das Restaurant ließ er gestern sofort schließen. „Wir wollen der Familie all unsere mögliche Unterstützung geben“, versichert Jakobs. Die Tochter der Mercedesfahrerin arbeitet auch bei ihm – sie leitet das Lokal und hatte die Mutter mit dem Kind zu Hause in Beelitz erwartet.

Von Claudia Krause und Stephan Laude

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