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Brandenburg Fregatte „Brandenburg“ muss Waffen abgeben
Brandenburg Fregatte „Brandenburg“ muss Waffen abgeben
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02:15 24.04.2017
Fregatte Brandenburg verlässt im März Wilhelmshaven. Quelle: dpa
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Geltow

Die Fregatte „Brandenburg“ kann nach ihrer Grundberührung im Hafen von Piräus am Ostermontag ihre Funktion als Einsatzzentrale der Nato-Mission in der Ägäis behalten. Meldungen und Befehle könnten weiter über das deutsche Schiff an den Flottenverband ergehen, sagte Oberstleutnant Robert Habermann vom Einsatzführungskommando in Geltow (Potsdam-Mittelmark). „Die Mannschaft bleibt an Bord, selbst während der Dockphase“, so Habermann. Allerdings müssten Munition und Treibstoff vermutlich entnommen werden – die Tanks fassen mindestens 380 000 Liter. Noch ist unklar, ob das Schiff in ein militärisches oder ziviles Dock geschleppt wird.

Das Schiff muss gleichwohl ins Trockendock. In der kommenden Woche werde die Untersuchung der Unterwasserpartie – es gibt nach ersten Erkenntnissen Schäden an Schiffsschraube und Steuerruder – vermutlich stattfinden, sagte Habermann. Derzeit liegt das 139-Meter-Schiff in der griechischen Militärbasis von Salamis. Stellvertretend für die Besatzung des Schiffs äußerte Habermann: „Ich freue mich, dass Brandenburger offensichtlich Anteil nehmen am Geschick der Soldaten auf der Fregatte Brandenburg.“ Alle rund 200 Crew-Mitglieder seien bei dem Zusammenstoß unverletzt geblieben.

Experten versuchen derzeit zu klären, wie es in dem ausgesprochen engen, von Kreuzfahrt- wie Frachtschiffen frequentierten Hafen nahe Athen zu dem Unglück kam. Das Schiff befand sich nach Bundeswehrangaben beim Auslaufen. Während dieses Manövers werden teilweise Schlepper eingesetzt.

Am 20. März war das Schiff von Wilhelmshaven aus in See gestochen. Sie löste das bisherige Flaggschiff „Sachsen“ Anfang April als Flaggschiff ab. Bis Ende August soll die Mission des 1992 vom Stapel gelassenen eigentlich dauern. Brandenburg ist seit der Schiffstaufe 1994 dem Schiff eng verbunden. So wird regelmäßig zu Weihnachten ein märkischer Christbaum an Bord aufgestellt.

Von Ulrich Wangemann

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