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Brandenburg Freiheitspreis für faires Wohnen
Brandenburg Freiheitspreis für faires Wohnen
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01:15 21.06.2018
Die Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe, mit Immobilien in Berlin und Brandenburg, ist mit dem Brandenburger Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Quelle: Bremer Höhe
Potsdam

Mietpreisexplosion und Wohnungsnot in den Städten, Leerstand auf dem Land: Wohnen ist ein Thema, das die Menschen vielerorts bewegt. Ein Grund, warum der Domkurator des Domstifts Brandenburg den diesjährigen Brandenburger Freiheitspreis dem Thema gewidmet hat.

Der Freiheitspreis, der 2015 anlässlich des 850-jährigen Domjubiläums ins Leben gerufen wurde, geht in diesem Jahr an die Bremer Höhe, eine Wohnungsbaugenossenschaft mit 700 Wohnungen und Gewerbeeinheiten in Berlin und Brandenburg. Das Unternehmen wird für seinen gesellschaftlich verantwortlichen Umgang mit Immobilien ausgezeichnet. „Die Bremer Höhe zeigt, was eine Genossenschaft in diesem Bereich leisten kann“, sagte der Domdechant und Jury-Vorsitzende Wolfgang Huber am Montag in Berlin. Gerade in der Region Berlin-Brandenburg stünden beim Thema Wohnen viele Menschen vor unlösbaren Fragen.

Stabile Mieten und soziale Verantwortung

Der Preis, dessen Schirmherr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist, steht in diesem Jahr unter dem Thema „Eigentum verpflichtet – Freiheit und Verantwortung im wirtschaftlichen Handeln“. In Zeiten wachsender Städte und steigender Mietpreise sind Genossenschaften auf dem Wohnungsmarkt besonders wichtig. Ihre Mieten sind stabil und viele Genossenschaften bieten den Mitgliedern Angebote wie Begegnungsorte und soziale Dienste.

Die Bremer Höhe ist im Jahr 2000 aus einer Mieterinitiative heraus entstanden. „Wir stecken viel Energie in den Gedanken, etwas füreinander zu erreichen und heben uns dadurch auch vom Markt ab“, sagt Genossenschaftsvorstand Barbara König. Die Bremer Höhe bietet in Berlin-Prenzlauer Berg seit 18 Jahren günstige Mieten. Dort sollte der Verkauf eines Gebäudeensemble aus der Gründerzeit an einen Investor verhindert werden. 43 Bewohner und Unterstützer gründeten die Genossenschaft und konnten so einen Verkauf verhindern. 18 Jahre später ist die Bremer Höhe gewachsen.

Neben mehreren Häusern in Berlin hat die Genossenschaft sogar ein ganzes Dorf in Brandenburg übernommen. Die 25 Gebäude stehen in Hobrechtsfelde in Panketal im Barnim. Im Jahr 2010 lebten dort 170 Einwohner, die gegen den Verkauf ihrer Wohnhäuser kämpften. Auch sie suchten nach einer Lösung, die Häuser zu erwerben. Bis zum Herbst 2019 sollen nun auf dem Gut Hobrechtsfelde 86 Wohnungen entstehen. Dort sollen die Mieter eines Tages fair wohnen - in Wohnungen zwischen fünf und sieben Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.

Von Diana Bade

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