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Freude in Berlin, Angst in München

Bilanz Jahreswechsel in Berlin Freude in Berlin, Angst in München

Friedlich feiern Hunderttausende Menschen auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin. Doch nicht alle kommen gesund ins neue Jahr. Rund 50 Menschen müssen mit teils schweren Verletzungen durch Böller ins Krankenhaus, zwei Menschen sterben. In München versetzt sogar eine Terrorwarnung die Bevölkerung in Angst.

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Hunderttausende feiern am Brandenburger Tor in Berlin ins neue Jahr.

Quelle: dpa

Berlin. Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin haben Hunderttausende Menschen friedlich ins neue Jahr gefeiert. Um Mitternacht erleuchtete ein achtminütiges Feuerwerk mit mehreren Tausend Effekten den Himmel über dem Brandenburger Tor. Für die zwei Kilometer lange Festmeile bis zur Siegessäule galten nach den Anschlägen von Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.

Happy New Year

Happy New Year!

Quelle: dpa

Ode an die Freude

Bevor die Ode an die Freude aus Beethovens neunter Sinfonie das neue Jahr einläutete, waren Bands wie Mr. President, Glasperlenspiel und The BossHoss auf den Bühnen aufgetreten. Kurz vor Mitternacht bejubelten die Besucher die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act.

Keine schweren Vorkommnisse auf der Festmeile

«Wir sind glücklich und zufrieden», sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes, das gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund mit knapp 180 Einsatzkräften unterwegs war. Die Lage sei sehr ruhig gewesen. Bis Mitternacht mussten die Helfer 55 Mal Erste Hilfe leisten. Auch die Polizei zog ein positives Fazit, bevor sich die Festmeile gegen 1.00 Uhr leerte. Viele Besucher waren nach stundenlangem Nieselregel durchnässt.

Terrorwarnung in München

Während Berlin friedlich feiern konnte, verbrachte München die Silvesternacht in Angst vor Terror. Die Polizei hatte wegen drohender Doppel-Anschläge durch Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat den Hauptbahnhof sowie den Bahnhof Pasing im Westen der Stadt evakuiert. Die Polizei bleibt auch am Neujahrstag weiter in Alarmbereitschaft.

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1500 Feuerwehreinsätze in Berlin

Die Berliner Feuerwehr ist an Silvester und in der Nacht zu Neujahr mehr als 1500 Mal ausgerückt. Das waren etwa 200 mehr Einsätze als beim vergangenen Jahreswechsel, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mitteilte. In 432 Fällen handelte es sich um Brände. Häufig habe es auf Balkonen gebrannt - wahrscheinlich ausgelöst durch Silvesterraketen.

Auch zu Unfällen mit Böllern wurden die Helfer wiederholt gerufen. Einige Male wurden die Einsatzkräfte mit Böllern beworfen.

Polizei war 1588-mal im Einsatz

Die Berliner Polizei war zwischen 18 und 6 Uhr 3588-mal im Einsatz, das waren über 300 Einsätze mehr als im Vorjahr. Es gab mehrere Schäden durch Pyrotechnik, unter anderem an einer Bushaltestelle in der Potsdamer Straße, einer Telefonzelle und einem Kleidercontainer in der Birkbuschstraße. 1700 Polizisten waren zusätzlich zu den regulär diensthabenden Beamten in der Silvesternacht im Einsatz.

Drei Angriffe auf Polizisten

Bei Angriffen auf Polizisten sind drei Beamte verletzt worden. Eine Polizistin hat in der Silvesternacht eine Brandverletzung am Arm erlitten, als sie und ihre Kollegen in Schöneberg mit Raketen beschossen wurden. Die Feuerwerkskörper wurden kurz nach Mitternacht aus einer Gruppe von rund 50 Menschen heraus abgefeuert, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Die Polizistin stand demnach an einem Einsatzwagen und wurde getroffen. Sie musste behandelt werden, war aber nicht schwer verletzt. Niemand wurde festgenommen. Ein Strafverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs wurde eingeleitet.

Gegen 1.20 Uhr bewarfen aus dem Park am Anhalter Güterbahnhof in der Möckernstraße etwa 40 bis 50 dunkel gekleidete und vermummte Personen einen Einsatzwagen der Polizei mit Steinen. Hierbei wurde die Scheibe auf der Beifahrerseite des Fahrzeuges erheblich beschädigt. Polizisten blieben bei diesem feigen Angriff unverletzt. Den Kriminellen gelang es unerkannt zu flüchten.

Im Kreuzungsbereich Danziger Straße/ Eberswalder Straße/ Kastanien-/ Pappelallee überprüften Beamte der 31. Einsatzhundertschaft gegen 23.20 Uhr einen jungen Mann, der mit einer Schreckschusswaffe hantierte. Aus einer Gruppe von etwa 30 Personen heraus wurden die Einsatzbeamten dann mit Böllern beworfen. Im weiteren Verlauf griff die Gruppe die Polizisten an. Hierbei wurden die Einsatzkräfte getreten und geschlagen. In Zusammenhang mit der Auseinandersetzung nahmen die Polizisten drei Tatverdächtige im Alter von 17, 18 und 20 Jahren fest. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Ein Beamter wurde bei dem Übergriff verletzt, verblieb jedoch im Dienst.

Schuss aus scharfer Waffe

In der Bernstorffstraße in Reinickendorf hat ein bislang Unbekannter mindestens einen Schuss aus einer scharfen Schusswaffe in die Luft abgegeben. Ein Projektil schlug beim Fallen aus der Luft gegen eine Häuserwand und traf einen 39-jährigen Anwohner am Bein. Der Mann stand zu diesem Zeitpunkt auf seinem Balkon. Der 39-Jährige erlitt glücklicherweise nur eine Prellung am Bein. Die Polizei Berlin ermittelt in diesem Zusammenhang wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Amputierte Finger und Gesichtsverletzungen

Im Unfallkrankenhaus Berlin ist die Silvesternacht nach eigenen Angaben relativ ruhig verlaufen. In der Klinik in Marzahn wurden ab Mitternacht 50 Patienten behandelt und damit ähnlich viele wie beim vergangenen Jahreswechsel, wie eine Sprecherin am Freitagmorgen mitteilte. Mindestens 30 von ihnen waren demnach mittelmäßig bis schwer verletzt. Mit 21 Fällen waren Sprengkörper die häufigste Ursache der Verletzungen.

Drei Patienten erlitten durch explodierende Böller Gesichtsverletzungen. In sieben Fällen mussten Handchirurgen eingreifen und dabei auch Finger amputieren. Ein zwölfjähriger Junge verlor mehrere Finger. Weitere elf Menschen kamen mit Brandverletzungen in die Klinik. Einige Patienten waren auf glatten Straßen oder Wegen ausgerutscht.

Zwei Menschen von U-Bahnen überrollt

Zwei Menschen sind in der Silvesternacht nahezu zeitgleich an verschiedenen U-Bahnhöfen in Berlin von Zügen überrollt worden. Beide Personen mussten dabei ihr Leben lassen.

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Ein 25-jähriger Mann ist in der Silvesternacht in Mitte mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen und schwer verletzt worden. Er geriet zehn Minuten vor Mitternacht auf der Hugo-Preuß-Brücke vor dem Hauptbahnhof mit einem anderen Mann in einen Streit, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Unbekannte stach daraufhin mehrmals mit dem Flaschenhals auf den 25-Jährigen ein und lief davon. Das Opfer kam mit diversen Schnitt- und Stichverletzungen in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Der Grund für die Auseinandersetzung war zunächst unklar.

Das große Aufräumen

Nach den Silvesterfeiern in Berlin beginnt am Neujahrsmorgen das große Aufräumen. 600 Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung mit 150 Fahrzeugen kehren Müll und die Reste von Raketen und Böllern zusammen.

Erste Meldungen aus Brandenburg

Auch die Brandenburger kamen weitgehend friedlich ins neue Jahr. Doch wurden bereits mehrere Brände gemeldet, und wegen des dichten Nebels und der glatten Straßen ist mit weiteren Meldungen zu rechnen.

Feuer im Mehrfamilienhaus in Kyritz

Vermutlich hat am späten Silvesterabend ein Feuerwerkskörper einen Brand auf einem Balkon eines Kyritzer Mehrfamilienhauses ausgelöst. Weil damit zahlreiche Menschen in Gefahr waren, wurden sämtliche Feuerwehren auch umliegender Orte alarmiert. Für die Kyritzer selbst war das zu dem Zeitpunkt nicht der erste Einsatz.

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Brand in Strausberg

Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Strausberg (Märkisch-Oderland) hat zwei Wohnungen unbewohnbar gemacht. Der Dachstuhl des Hauses fing in der Silvesternacht aus zunächst unbekannten Gründen Feuer, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Flammen breiteten sich auf insgesamt drei Wohnungen aus. Die Bewohner verließen rechtzeitig das Haus, niemand wurde verletzt. Der entstandene Sachschaden dürfte erheblich sein, wie der Sprecher weiter sagte. Die Höhe war zunächst allerdings unbekannt.

Acht Menschen in Beelitz verletzt

Acht Menschen sind in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) mit Verdacht auf Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gekommen. Im Keller ihres Mehrfamilienhauses brannte es aus zunächst unbekannter Ursache in der Silvesternacht, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Qualm zog hoch und mehrere Wohnungen mussten geräumt werden. Die Verletzungen waren dem Sprecher zufolge nicht schwer. Wie viel Schaden entstand, war zunächst unklar.

Polizeimeldungen aus Brandenburg >

Von MAZonline

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