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Frühlingsdreieck und Sommerzeit

Sternenhimmel über Brandenburg im März 2017 Frühlingsdreieck und Sommerzeit

Am 20. März beginnt in diesem Jahr der Frühling. Dann steht die Sonne direkt über dem Äquator und wechselt dann auf die Nordhalbkugel. Am Nachthimmel zeigt sich das Frühlingsdreieck in all seiner Pracht. Und Ende des Monats werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt.

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Quelle: Uwe Schierhorn mit Stellarium

Königs Wusterhausen. Am 1. März beginnt der Frühling, jedoch nur an den Schreibtischen der Meteorologen. Der eigentliche Frühlingsbeginn ist astronomisch begründet: Wenn die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator der Erde steht und auf die Nordhälfte wechselt, beginnt das Sommerhalbjahr. In diesem Jahr ist das am 20. März um 11.29 Uhr der Fall. An diesem Tag geht die Sonne genau im Osten auf und im Westen unter. Bis zum Sommeranfang, am 21. Juni, werden sich ihre Aufgangs- und Untergangsorte weiter nach Norden verschieben. Die Tag- und Nachtgleiche fallen in unserer Region auf Grund des Breitengrades auf den 17./18. März 2017. Am Monatsende befindet sich die Sonne schon 12 Stunden und 55 min über dem Horizont.

Ostern wird nach dem Mond festgelegt

Mit dem Zeitpunkt des astronomischen Frühlingsanfangs ist das Osterfest terminiert: Nach einer Festlegung des Konzils von Nicäa von 325 n.Chr. fällt der Ostersonntag immer auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Der erste Frühlingsvollmond, der vierte Vollmond des Jahres, ist in diesem Jahr am 11. April. Somit ist am darauffolgenden Sonntag, dem 16. April, der Ostersonntag. Der dritte Vollmond des Jahres, der Lenzmond, ereignet sich am 12. März 2017.

Alle Planeten zeigen sich

Im März können auch alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten am dunklen Himmel erspäht werden. Der schwer zu beobachtende Merkur zeigt sich ab 22. März nach Sonnenuntergang im Westen. Venus verschwindet zum Monatsende vom Abendhimmel, um sich ab 25. März als „Morgenstern“ zu zeigen. Da sie weit über der Sonne an ihr vorbeizieht, kann man die Venus zwischen dem 20. und 22. März sowohl am Abendhimmel nach Sonnenuntergang, als auch am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang beobachten.

Quelle: Schierhorn

Der Mars geht ca. zwei Stunden nach der Sonne unter, ist somit auch wegen seiner abnehmenden Helligkeit schwer zu sehen. Jupiter ist der Planet der ganzen Nacht. Er ist rückläufig im Sternbild Jungfrau, d.h. er bewegt sich scheinbar von Tag zu Tag relativ zu den Sternen nach Westen, ein Effekt der durch den „Überholvorgang“ der Erde auf ihrer „Innenbahn“ um die Sonne hervorgerufen wird. Saturn ist eher am Morgenhimmel zu sehen. Seine Aufgangszeit verschiebt sich jedoch im März weiter in die Nacht (1. März: 3.17 Uhr, 31. März 2.24 Uhr). Saturn ist noch rechtläufig, d.h. bezüglich der Sterne bewegt er sich nach Osten, im Sternbild Schütze, wo er am 20. März vom abnehmenden Mond besucht wird.

Der sogenannte „Fixsternhimmel“ ist im März wenig eindrucksvoll: Der Winterhimmel tritt den jahreszeitlich bedingt seinen Rückzug nach Westen an. Der Löwe , als auffälligstes Sternbild, erreicht seine größte Höhe kurz vor Mitternacht. Mit dem Regulus, seinem Hauptstern, bilden Spica im Sternbild Jungfrau und Arktur im Sternbild Bootes, das sogenannte Frühlingsdreieck . Tief in Nord-Nord-West steht mit dem Stern Deneb ein Vertreter des Sommerdreiecks am Himmel. Deneb ist bei uns zirkumpolar. Er geht nie unter.

Am 26. März beginnt die Sommerzeit

Am 26. März beginnt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Nachts um 2.00 Uhr MEZ werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt, um dann am 29. Oktober 2017 wieder eine Stunde auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt zu werden. Immerhin 217 Tage (59% des Jahres) leben wir dann mit dieser Zeit, bei der z.B. die Sonne erst gegen 13.00 Uhr ihren Höchststand erreicht. Die Zeiten für die Sonne und den Mond sind entsprechend angepasst. Sonnenaufgang ist am 1. März 2017 um 6.52 Uhr MEZ (31. März um 6.43 Uhr MESZ), Sonnenuntergang am 1. März um 17.45 Uhr MEZ (31. März um 19.39 Uhr MESZ).

Quelle: Schierhorn

Mit dem Beginn der Sommerzeit endet auch die Vortragsperiode in der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz. Empfehlenswert sind die letzten Vorträge und Beobachtungstermine, die immer am Freitag ab 19 Uhr im Planetarium in Dahlewitz, Bahnhofstr. 63 stattfinden.

Autor Uwe Schierhorn ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Friedrich–Schiller–Gymnasium Königs Wusterhausen und Mitglied der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz e.V.

Quellen: Keller, Hans-Ulrich (Hrsg.), Kosmos Himmelsjahr 2016; Kosmos-Verlag; Stuttgart, 2015

Daten: www.calsky.com

Abbildungen erstellt u.a. mit Stellarium 0.14.1 durch den Autor

Von Uwe Schierhorn

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