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Brandenburg Fünf Jahre danach: Boni für BER-Baufirmen
Brandenburg Fünf Jahre danach: Boni für BER-Baufirmen
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20:37 20.11.2016
Den Baufirmen am BER winken Millionen-Boni, falls sie Anfang 2017 fertig werden. Quelle: Foto: dpa
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Schönefeld

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg hat den beteiligten Baufirmen Bonuszahlungen in Millionenhöhe in Aussicht gestellt, um den neuen Großflughafen BER doch noch Ende 2017 eröffnen zu können. Das bestätigte ein Flughafensprecher am Sonntag. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ hat die Geschäftsführung bei einem Spitzentreffen der Projektpartner vor anderthalb Wochen Sonderprämien angeboten, sollten die Restarbeiten bis Anfang 2017 abgeschlossen sein.

Sonderzahlungen wurden rechtlich geprüft

„Die Flughafengesellschaft wendet ein Beschleunigungsverfahren an, das bei Großprojekten üblich ist“, so der Sprecher. Der Vorgang sei durch die Rechtsabteilung geprüft und für unproblematisch erklärt worden. Laut der Zeitung werden die geplanten Sonderzahlungen aber kommende Woche noch in den Aufsichtsgremien thematisiert. Am BER wird seit 2006 gebaut. Die zunächst für Sommer 2012 geplante Eröffnung scheiterte bislang an umfangreichen Bau- und Planungsmängeln. Der ursprüngliche Finanzierungsrahmen musste mehrmals aufgestockt werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte vor der Abgeordnetenhauswahl in der Hauptstadt im September am Eröffnungstermin 2017 festgehalten. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD), sagte zuletzt aber, dass eine Eröffnung im ersten Halbjahr 2018 wahrscheinlich sei.

Passagierzahl in 25 Jahren vervierfacht

Im Berlin-Brandenburger Luftverkehr hat sich die Zahl der Passagiere seit 1991 vervierfacht.

Für das laufende Jahr rechnet die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH (FBB) mit 31,8 Millionen Passagieren. 1991 waren es noch 7,98 Millionen, teilte die Brandenburger Staatskanzlei auf Anfrage der Gruppe BVB/Freie Wähler im Landtag mit.

2015 registrierten die Airports Schönefeld
und Tegel zusammen

Mit dem Start des BER wird auch die Nachtflugdebatte neuen Schwung bekommen. Sobald der Fluglärm für die Menschen spürbar sei, werde ein neues Volksbegehren in Berlin gestartet, kündigte Matthias Schubert (SPD), Anti-Fluglärmaktivist aus Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), an. Die Fluglärmgegner reagieren damit auf die vagen Koalitionsvereinbarungen zu einem erweiterten Nachtflugverbot. Die Unterschriftensammlung werde gemeinsam mit der Bürgerinitiative Lichterfelde organisiert. „Das werden wir ruckzuck gewinnen“, erklärte Schubert.

Fluglärmgegner planen neuen Vorstoß

Während das Volksbegehren für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr in Brandenburg erfolgreich war, scheiterte eine ähnliche Initiative in Berlin knapp. Das neue Volksbegehren soll zum Ziel haben, dass die Berliner Seite die gemeinsame Landesplanung mit Brandenburg ändert. SPD, Linke und Grüne hatten sich in Berlin vergangene Woche auf einen Koalitionsvertrag verständigt und Gespräche über mehr Nachtruhe am BER mit den beiden Flughafenanteilseignern Brandenburg und Bund angekündigt. Brandenburg zeigte sich bereits gesprächsbereit. Allerdings strebt Berlin kein Flugverbot zwischen 22 und 6 Uhr an, wie es Linke und Grüne im Wahlkampf gefordert hatten. Stattdessen soll es Lärmentlastungen durch eine wechselnde Bahnnutzung in den Abend- und frühen Morgenstunden geben. Es solle so „regelmäßig zu Lärmpausen von sieben Stunden in der Nacht kommen“, heißt es.

Von Torsten Gellner

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