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Brandenburg Fürs nächste Schuljahr fehlen 509 Lehrer
Brandenburg Fürs nächste Schuljahr fehlen 509 Lehrer
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06:05 21.06.2017
Vor allem an Grundschulen werden Lehrer gesucht. Quelle: Foto: dpa
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Potsdam

In wenigen Monaten startet das neue Schuljahr, doch noch ist die Hälfte der Lehrerstellen unbesetzt. Zum Schuljahr 2017/2018 will das Land 1150 neue Lehrkräfte einstellen, für 509 davon fehlen noch die Bewerber. 641 sind bereits eingestellt, teilte das Bildungsministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Gesucht werden insbesondere Lehrkräfte für Grundschulen und Sonderpädagogen sowie Oberschullehrer.

Bei der Brandenburger Lehrergewerkschaft GEW wertete man den Vorschlag der rot-roten Regierungskoalition positiv, Fachkräfte der Sekundarstufe I mit besserer Bezahlung zum Schuldienst in die Mark zu locken. „Die Landesregierung fängt an, sich zu bewegen, wir sind heute einen bedeutenden Schritt vorangekommen“, sagte GEW-Landeschef Günther Fuchs nach den Gesprächen mit Vertretern der Regierung und Fraktionen am Dienstag.

Grundschullehrer gehen leer aus

Demnach könnte bereits zu Beginn des neuen Schuljahres die Besoldungsanpassung von Stufe A12 auf A 13 angehoben werden. Profitieren würden davon alle Pädagogen mit der Lehrbefähigung für Sekundarstufe 1 der Gymnasien, Gesamt- und Oberschulen sowie Teilen der Grundschulen. Nach einer ersten Einschätzung kann die Erhöhung der Besoldungsstufe und die zusätzliche Besoldungserhöhung aller Beamten von jährlich 0,5 Prozent in den kommenden vier Jahren ein monatliches Gehaltsplus von etwa 400 bis 600 Euro ausmachen. Eine höhere Eingruppierung würde für den Landeshaushalt nach Schätzungen der GEW 30 Millionen Euro ausmachen. Der Gesetzentwurf soll am Donnerstag im Finanzausschuss des Landtags beraten werden.

GEW hält Seiteneinsteiger für unverzichtbar

Trotz der angekündigten Zugeständnisse von Rot-Rot geht der Lehrergewerkschaft das Angebot nicht weit genug. „Wir fordern, dass die Besoldungsstufe A13 in Zukunft für alle Schulformen und somit auch für alle Grundschulen gilt“, sagte Fuchs. Eine Besoldungserhöhung sei längst überfällig, weil die Bundesländer in einen harten Konkurrenzkampf um die jungen Lehrer getreten sind. Vor allem im ländlichen Raum sei es schwer, Fachkräfte zu gewinnen. Nach Angaben der GEW werden von den jetzt 19 000 märkischen Pädagogen bis zum Jahr 2024 rund 10 000 Lehrer in den Ruhestand gehen. Es werde jedoch einige Jahre dauern, bis die heutigen Lehramtsabsolventen im System ankommen.

„Weil der Arbeitsmarkt in Brandenburg wie leer gefegt ist, sind Seiten- und Quereinsteiger unverzichtbar“, betonte Fuchs. Zurzeit gebe es rund 1400 Seiteneinsteiger ohne klassische Pädagogenausbildung im Land Brandenburg. Sie müssten notwendige Weiterbildungsangebote erhalten, forderte die GEW.

Von Diana Bade

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