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Gauck: Brandenburger Dom bedeutet Identität

Bundespräsident zu Festgottesdienst in der Wiege der Mark Gauck: Brandenburger Dom bedeutet Identität

Siege und Niederlagen, Heldengeschichten und dunkle Kapitel – in keinem anderen Bauwerk spiegelt sich die wechselvolle Geschichte Brandenburgs so wie in der des Doms St. Peter und Paul. Anlässlich des 850-jährigen Jubiläums stattete Bundespräsident Brandenburg an der Havel einen Besuch ab – umringt von etlichen anderen Politprominenten.

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Im Jubiläumsjahr erstrahlt der Brandenburger Dom in neuem Farbglanz.

Quelle: dpa

Brandenburg/Havel. Mit einem Jubiläumsgottesdienst haben Vertreter aus Kirche und Politik am Sonntag das 850-jährige Bestehen des Doms zu Brandenburg an der Havel gefeiert. Bundespräsident Joachim Gauck betonte in einer Ansprache, das traditionsreiche Gotteshaus bedeute vor allem Identität. Bischof Markus Dröge würdigte in seiner Predigt die überregionale Bedeutung des Gotteshauses. Von dem Dom seien immer wieder Impulse ausgegangen, die Brandenburg und Berlin geprägt hätten, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Gauck sagte, der Rahmen der Identität, der das Gotteshaus kennzeichne, umfasse einerseits Vergangenes, Siege und Niederlagen, große Erzählungen wie auch Tabus unterschiedlicher Epochen. Zur Identität gehörten andrerseits aber auch die Dimension Zukunft und Ziele, die sich ein Einzelner oder die Gemeinschaft setzten. „Religiöser Glaube vereint beide Elemente in sich: Geschichte und Verheißung, Herkunft und Zukunft, Beständigkeit und Offenheit für das Kommende“, sagte der Bundespräsident.

An dem Gottesdienst nahmen neben Gauck auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der gleichzeitig Vorsitzender des Jubiläumskuratoriums ist, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (alle SPD) sowie die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg Dietlind Tiemann (CDU) teil. Der Dechant des Domstifts und frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber sowie die Generalsuperintendentin Heilgard Asmus leiteten den Gottesdienst.

Mit der Grundsteinlegung des Doms im Jahr 1165 habe Brandenburgs Weg in die Geschichte begonnen, sagte Dröge. Das Gotteshaus sei niemals Selbstzweck gewesen. Der Dom zu Brandenburg sei in seiner 850-jährigen Geschichte „zu diesem eindrücklichen Ort geworden, der Traditionen bewahrt und Mut gibt aufzubrechen“, betonte der Bischof.

Altbischof Huber verwies darauf, dass sich im Dom Sankt Peter und Paul die Reformation als Bildungsbewegung gezeigt habe. „Beständig blieb das Gotteshaus als Ort von Gottesdiensten und Zeichen des Glaubens vieler Generationen.“ So würden etwa Kinder und Jugendliche diesen Ort immer wieder als geistliche Heimat erleben.

Domkurator Cord-Georg Hasselmann erklärte, viele der wichtigsten Epochen der deutschen Geschichte während der letzten 1.000 Jahre seien mit dem Dom zu Brandenburg an der Havel und dem Domstift verbunden: „Auch im 21. Jahrhundert steht der Dom für christlichen Glauben und Orientierung.“

Mit dem Jubiläumsgottesdienst hatten die Feierlichkeiten zum 850-jährigen Bestehen des Doms einen weiteren Höhepunkt. Unter dem Motto „Beständig neu“ wird das Jubiläumsjahr bis zum Reformationstag am 31. Oktober 2015 mit über 200 Veranstaltungen begangen. So zeichnet etwa eine große Ausstellung die wechselvolle Geschichte des Sakralbaus nach. Der Dom gilt als die Wiege der Mark Brandenburg.

Von MAZonline

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