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Gauck ehrt Opfer der Pogromnacht

Bundespräsident weiht Denkmal in Eberswalde ein Gauck ehrt Opfer der Pogromnacht

An diesem Sonnabend kommt Bundespräsident Joachim Gauck nach Brandenburg. 75 Jahre nach der Pogromnacht, in der Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört wurden, weiht er in Eberswalde (Barnim) das Denkmal "Wachsen mit Erinnerung" ein. Auch in Frankfurt (Oder) wird er an diesem Tag sein.

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Bundespräsident Joachim Gauck.

Quelle: dpa

Eberswalde. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen und viele jüdische Geschäfte wurden zerstört – auch in Frankfurt (Oder) und Eberswalde (Barnim). 75 Jahre später – an diesem Sonnabend – besucht Bundespräsident Joachim Gauck die beiden brandenburgischen Städte und nimmt an Gedenkveranstaltungen zur Pogromnacht teil.

In Frankfurt (Oder) hält der Bundespräsident vor einem Gedenkkonzert die Festrede. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird erwartet. In der Konzerthalle wird zudem die Ausstellung aus der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel „Besa – Ein Ehrenkodex. Wie muslimische Albaner Juden retteten“ eröffnet. Seit vielen Jahren präsentiert das Staatsorchester zu diesem Tag ein Konzert und eine Ausstellung von Yad Vashem. Vor der Veranstaltung ist ein Sternmarsch zum Gedenkstein am Platz der ehemaligen jüdischen Synagoge vorgesehen. Auf jedem der 124 Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus soll dann eine Kerze brennen. An der Veranstaltung wollen auch Mitglieder der jüdischen Gemeinde teilnehmen, die es heute wieder in der Oderstadt gibt. „Gut 20 Menschen gehören fest zur Gemeinde“, sagt die Vorsitzende Polina Shklyar.

Bereits um 15 Uhr wird Gauck in Eberswalde das Denkmal „Wachsen mit Erinnerung“ eröffnen. Er wird dabei vom Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, begleitet. Die Arbeit der Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz ist ein unbetretbarer Raum auf dem Grundriss der ehemaligen Synagoge der Stadt. In die Mauern wurden Bäume gepflanzt, die später das Gotteshaus nachzeichnen sollen.

Auch in Potsdam, Schwedt, Prenzlau und Brandenburg an der Havel wird am 9. November der Pogromnacht gedacht.

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