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Gauland: Die AfD ist „fast eine große Partei“

Nach Landratswahl im Havelland Gauland: Die AfD ist „fast eine große Partei“

Die Auseinandersetzung mit der AfD hat den Landratswahlkampf im Havelland bestimmt. Nach der ersten Runde steht fest: Die AfD kommt nicht in die Stichwahl. Aber sie holte mit rund 19 Prozent ein starkes Ergebnis. Landeschef Alexander Gauland glaubt zu wissen, warum seine Partei so gut abgeschnitten hat.

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Für Alexander Gauland gehört die AfD nun fast zu den großen Parteien.

Quelle: dpa

Potsdam. Der von der SPD an die Wand gemalte „Rechtsruck“ ist bei den Landraswahlen im Havelland ausgeblieben – doch bestimmt der Umgang mit der AfD die politischen Analysen auf Landesebene. Linksparteichef Christian Görke, dessen Parteifreund Harald Petzold mit 10,45 Prozent der Stimmen enttäuschend abgeschnitten hatte, sagte: „Die Linke steht vor der Aufgabe, den Menschen wieder konkrete Angebote zu machen. Das ist ein langer Weg.“ Seine Partei werde „die AfD stellen“. Die habe „im Havelland bisher in den Kommunalparlamenten nichts beigetragen und glänzte lediglich durch Faulheit.“

AfD-Landeschef Alexander Gauland, dessen Partei am Sonntag 18,76 Prozent der Stimmen geholt hatte, legte den Finger in die Wunde der Linken: „Wir haben schon bei der Landtagswahl sehr viele Stimmen von Wählern der Linken erhalten.“ Die Linkspartei, so Gauland, „argumentiert an den Empfindungen ihrer Wähler vorbei – die haben mehr Angst vor sozialem Abstieg in Folge der Flüchtlingskrise als CDU-Wähler.“ Laut Gauland gehöre die AfD „jetzt schon fast zu den großen Parteien“. Für die CDU lobte deren Generalsekretär Steeven Bretz den im ersten Wahlgang erstplatzierten Kandidaten Roger Lewandowski für dessen „solide, jahrelange Sacharbeit“ als Vize-Landrat. Verwurzelung komme an beim Wähler.

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SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz äußerte, sie sei „sehr froh, dass die Stichwahl zwischen zwei Demokraten stattfindet“. Und: „Die große Katastrophe ist ausgeblieben.“ Grünen-Kandidatin Petra Budke (6,95 Prozent) äußerte, das „ gute Abschneiden der AfD ist bitter, war aber angesichts der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt zu erwarten“. In einer solchen politischen Polarisierung sei es schwierig für eine kleinere Partei, zur Geltung zu kommen.

Von Ulrich Wangemann

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