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Gauland: Luckes „Weckruf“ ist „Kampfinstrument“

Richtungsstreit in der AfD Gauland: Luckes „Weckruf“ ist „Kampfinstrument“

In der Alternative für Deutschland (AfD) verhärten sich die rechtsnationalen und konservativ-liberalen Fronten weiter. Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland stellt sich entschlossen gegen Luckes Initiative „Weckruf 2015“. Noch will er versuchen, die Einheit der Partei zu erhalten.

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Quelle: dpa

Potsdam. In der Alternative für Deutschland (AfD) verschärft sich der innerpolitische Machtkampf zwischen rechtsnationalen und gemäßigten Kräften immer weiter. Der liberal-konservative Flügel um Parteigründer Bernd Lucke startete unter dem Motto „Weckruf 2015“ eine Kampagne gegen rechte und populistische Mitglieder. Zum rechtsnationalen Parteiflügel zählt Brandenburgs AfD-Landeschef Alexander Gauland.

Gauland hält Luckes Initiative für „innerparteiliches Kampfinstrument“

Gauland hält die Initiative von Lucke für ein „innerparteiliches Kampfinstrument“. Aus seiner Sicht sei sie eine Drohgebärde und nicht sinnvoll, weil sie die Gefahr in sich berge, die Partei zu spalten, sagte Gauland am Dienstag in Potsdam. Wie Lucke mit seiner Initiative die Partei retten wolle, sehe er nicht so recht. Lucke selbst erklärte, die Einheit der AfD erhalten zu wollen.

„Ich bin sehr dafür, dass wir alles tun, die Einheit zu erhalten, aber es gibt natürlich irgendwann Grenzen“, meinte Gauland. Die seien aber noch nicht erreicht, betonte er. Dennoch könne man nicht auf Dauer dulden, dass Lucke die Partei schädige. „Wenn Bernd Lucke von diesem Weg zurück will, muss er sich auf uns zubewegen“, meinte der Brandenburger AfD-Landeschef. Er habe immer gesagt, die Partei brauche beide Flügel.

Lucke will rechtsnationalen Flügel politisch isolieren

Bernd Lucke, Gründer der Alternative für Deutschland (AfD), hat wegen der Umtriebe rechtsnationaler Mitglieder mit seinem Austritt aus der Partei gedroht. Sollte es nicht gelingen, diese Kräfte auf dem Bundesparteitag am 13. Juni politisch zu isolieren, wäre die Gründung einer eigenen neuen Partei womöglich der einzige Weg, hieß es aus den Kreisen der Lucke-Anhänger.

„Wir sehen für uns keine Zukunft in der AfD, wenn die Partei nicht entschieden denjenigen Einhalt gebietet, die pöbelnd Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen oder an den politischen Rändern unserer Gesellschaft hausieren gehen“, heißt es in einer Botschaft, die Lucke und vier weitere Europaabgeordnete der AfD am Montag an alle Partmitglieder verschickten. Und: „Wir sind nicht bereit, diesen Gruppen als seriöse, bürgerliche Fassade zu dienen.“

Verein „Weckruf 2015“ soll AfD erneuern.

Der liberal-konservative Lucke-Flügel rief die AfD-Mitglieder auf, einem von ihm gegründeten neuen Verein namens „Weckruf 2015“ beizutreten. Ziel des Vereins sei es, gemeinsam für eine Erneuerung der AfD ohne „Karrieristen, Intriganten und Vertreter der Neuen Rechten“ zu kämpfen. Luckes Gegner in der AfD befürchten nicht ganz zu Unrecht, dass dieser Verein zur Keimzelle für eine neue Konkurrenzpartei werden könnte.

Die Gegner des Parteivorsitzenden reagierten empört und kämpfen mit harten Bandagen weiter: Luckes wichtigste Gegenspielerin, Co-Vorsitzende Frauke Petry, veranlasste zusammen mit Co-Vorsitzendem Konrad Adam, dass Luckes Zugang zum Emailverteiler an alle AfD-Mitglieder gesperrt wird.

Von MAZonline

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