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Brandenburg Gauland demonstriert für Frauenrechte
Brandenburg Gauland demonstriert für Frauenrechte
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19:31 21.01.2016
AfD-Landes- und Fraktionschef Alexander Gauland Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

Demo-Stadt Potsdam: Nachdem sich am Mittwochabend ein Aktionsbündnis („Potsdam bekennt Farbe“) und eine Pegida-Ableger gegenüber standen, rufen die AfD und der Frauenpolitische Rat, ein Dachverband von 22 Frauenvereinen, am Freitagabend zum Protest vor dem Landtag auf. Die AfD nimmt die Ereignisse von Köln zum Anlass, für den Erhalt der Frauenrechte zu protestieren. In der Silvesternacht war es in der Domstadt zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Die Tatverdächtigen sind fast ausschließlich Migranten.

„Wenn Frauen auf öffentlichen Plätzen so behandelt werden, sind ihre Rechte in Gefahr“, sagte AfD-Landeschef Alexander Gauland am Donnerstag. Mit einer „Resolution von Potsdam“ soll darauf aufmerksam gemacht werden. Durch die „Einwanderungswelle“ nehme die Gefahr zu, dass Menschen aus „Kulturen nach Deutschland kommen, wo Frauen keine gleichberechtigte Stellung besitzen“. Gauland fürchtet, dass die Integration nicht gelingen werde und viele Zuwanderer in „Parallelgesellschaften“ der großen Städte geraten. Dort herrschten Regeln, die in Deutschland mehrheitlich abgelehnt würden.

Ulrike Häfner vom Frauenpolitischen Rat warf Gauland Zynismus und Heuchelei vor: „Die AfD instrumentalisiert die Opfer von Köln für ihre fremdenfeindliche Stimmungsmache.“ Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen seien durchaus in der Lage, sich zu integrieren. Sie wüssten auch, dass Frauen in Deutschland gleichberechtigt seien. Es sei lächerlich, wenn ausgerechnet die AfD jetzt Frauenrechte einfordere. „Gaulands Partei steht selbst für ein archaisches Frauenbild“, sagte Häfner. Gewalt gegen Frauen sei kein „Importproblem“. Sexuelle Übergriffe gehörten längst zum Bild der deutschen Gesellschaft. Jede dritte Frau sei von Gewalt betroffen. „Das ist der eigentliche Skandal“, so Cathrin Seeger vom Netzwerk Brandenburgischer Frauenhäuser.

Im Parlament wächst die Sorge, es könnte bei den Protesten zu Ausschreitungen kommen, zumal die AfD im Anschluss 250 Anhänger zu einem Neujahrsempfang in den Landtag eingeladen hat.

Von Volkmar Krause

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