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Gauland greift Merkel an – Woidke fordert Entschuldigung

Bezeichnung als „Kanzler-Diktatorin“ Gauland greift Merkel an – Woidke fordert Entschuldigung

Erst kürzlich sorgte Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland mit einer Aussage über den deutschen Fußballnationalspieler Jerome Boateng für Aufregung. Nun hat er Angela Merkel als „Kanzler-Diktatorin“ bezeichnet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke findet, dass sich Gauland für diese Äußerung entschuldigen soll.

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Alexander sorgt erneut mit einer Äußerung für Kritik.

Quelle: dpa

Elsterwerda. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den AfD-Bundesvize Alexander Gauland wegen dessen Äußerungen über Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. Er forderte Gauland auf, sich umgehend für seine „verbalen Ausfälle“ zu entschuldigen. Der AfD-Politiker hatte Merkel bei einer Veranstaltung in Elsterwerda als „Kanzler-Diktatorin“ bezeichnet. Woidke betonte: „Angela Merkel ist demokratisch gewählt, ein Vergleich mit Diktatoren ist unverschämt.“ Gauland zeige damit aber auch seine Verachtung für Wähler, die bei den vergangenen Wahlen ihre Stimme abgegeben hätten.

Der AfD-Politiker hatte in Elsterwerda Merkels Flüchtlingspolitik zudem mit einem Slogan der rechtsradikalen NPD kommentiert. Gauland berief sich mehrmals zustimmend auf den Satz: „Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.“ In einem Video der Rede vom Donnerstag, das auf Youtube veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie Gauland den Slogan von einem Schild abliest, das ein Zuhörer hochhält. Diese Parole ist laut bayerischem Verfassungsschutz gleichlautend in der Vergangenheit von der rechtsradikalen NPD benutzt worden und gehört zu „typischen Redemustern der rechtsextremistischen Szene“. Über Gaulands Äußerungen berichtete zuerst die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Auch Sebastian Walter, stellvertretender Landesvorsitzender von Die Linke greift Gauland für dessen Rede scharf an. „Er schreckt auch vor verbalen Anleihen aus der neonazistischen Szene nicht mehr zurück. Und so bröckelt die bürgerliche Fassade des Alexander Gauland weiter und zum Vorschein kommt eine paranoide und völkische Fratze“, sagte er.

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Auch der Brandenburger AfD-Politiker sprach in Elsterwerda

Bei der Kundgebung in Elsterwerda trat neben Gauland auch Björn Höcke auf, AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag. Auch der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz hielt eine Rede und nutzte die in der rechten Szene beliebte Parole „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“

Gauland spricht von „Politik der menschlichen Überflutung“

Gauland warf den Parteien im Bundestag vor, sie verträten „eine Politik der menschlichen Überflutung“. Es handele sich um den „Versuch, das deutsche Volk allmählich zu ersetzen durch eine aus allen Teilen dieser Erde herbeigekommene Bevölkerung“.

Gauland ging auch erneut auf seine umstrittene Äußerung zum Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng ein. Er habe „etwas Richtiges gesagt, aber ein falsches Beispiel gewählt“, sagte der AfD-Vize. Vor einer Woche hatte er einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, als er sagte: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Von MAZonline

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