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Brandenburg Gauland tritt lieber in Frankfurt (Oder) statt in Potsdam an
Brandenburg Gauland tritt lieber in Frankfurt (Oder) statt in Potsdam an
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19:57 13.11.2016
AfD-Landeschef Alexander Gauland. Quelle: foto: dpa
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Frankfurt (Oder)

Die Spekulationen haben sich bestätigt: Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland wird nicht in seiner Heimatstadt Potsdam als Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017 antreten, sondern in Frankfurt an der Oder. Offenbar rechnet er sich dort bessere Chancen aus, ein Direktmandat zu holen als im teils bürgerlich geprägten Potsdam. Im Ostteil des Landes liegen einige AfD-Hochburgern. Bei der Landtagswahl holte die Partei in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) ihr stärkstes Ergebnis, mehr als 20 Prozent stimmten dort für die Gauland-Partei.

Kürzlich hatte Gauland noch gesagt, er wolle nicht in Frankfurt antreten. Er wolle nur in einem Wahlkreis antreten, in dem er auch die Straßennamen kenne, begründete er damals seine Absage an Frankfurt.

Angriff auf die „kulturelle Hegemonie der 68er“

Gauland war am Samstag in Bad Saarow (Oder-Spree) einstimmig nominiert worden. Mit einem Einzug in den Bundestag will Gauland nach eigenen Worten die „kulturelle Hegemonie der 68er“ brechen. „Dazu gehören wir in den Bundestag. Das werden wir schaffen“, sagte er. Dass die AfD bei der Wahl im kommenden Herbst in den Bundestag einzieht, bezweifelt angesichts der Umfragewerte niemand. Ende September kam sie in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ bei einer auf 21 Prozent der Wählerstimmen.

Prominente Gegenkandidaten

Zu seinen Gegenkandidaten in Frankfurt gehören der Linken-Bundesschatzmeister Thomas Nord und der CDU-Abgeordnete Martin Patzelt, die beide erneut von ihren Parteien als Direktkandidaten nominiert worden waren. Die SPD zieht mit Franz Berger, Kreistagschef von Oder-Spree und Leiter des Wetterobservatoriums Lindenberg ins Rennen. Nord äußerte sich knapp über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Gauland ist unwichtig. Die USA zeigt: wichtig ist, dass die Anständigen wählen gehen.“

Vor allem das Duell mit Martin Patzelt dürfte spannend werden. Der CDU-Mann und ehemalige Frankfurter Oberbürgermeister hatte 2013 das Direktmandat mit knapp 34 Prozent geholt. Er dürfte insbesondere in der Flüchtlingspolitik eine klare Gegenposition zu Gauland beziehen. Patzelt sorgte bundesweit für Schlagzeilen, weil er vergangenes Jahr Flüchtlinge aus Eritrea in seinem Haus aufnahm.

Von Torsten Gellner

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