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Gebäude ohne Besitzer werden immer seltener

Brandenburg Gebäude ohne Besitzer werden immer seltener

Verwahrloste Grundstücke und herrenlose Häuser sind in Brandenburgs Städten kaum noch zu finden. Kommunen organisieren die Absicherung des Geländes und suchen nach den Eigentümern.

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Quelle: dpa

Potsdam. In vielen Brandenburger Städten sind kaum noch herrenlose Gebäude zu finden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Echte herrenlose Gebäude, sprich Schrottimmobilien, gibt es in Potsdam nach unserer Ansicht nicht“, sagt Potsdams Stadtsprecher Marcus Klier. In der Vergangenheit mag das aber für Objekte mit noch nicht abgeschlossenen Restitutionsverfahren gegolten haben, betont er.

Dennoch fielen heruntergekommene Gebäude in einer immer durchsanierter wirkenden Stadt stärker als noch vor Jahren auf. Dabei verweist Marcus Klier auf die Häuser in der Zeppelinstraße 23 und 24. „Man mag sie als herrenlos wahrnehmen“, sagt er. Dort gebe es aber einen Erbbaupachtvertrag mit ehemaligen Hausbesetzern - die Gebäude würden also genutzt. In Potsdam existierten auch Gebäude in ruinösem Zustand, deren Besitzer der Stadt nicht bekannt seien.

„In Fällen, wenn Grundstückseigentümer unbekannt oder nicht auffindbar sind und ein Bedürfnis zu deren Vertretung besteht, bestellen wir einen gesetzlichen Vertreter“, sagt der Stadtsprecher. In der Regel übernehme die Stadt diese Funktion selbst, in Einzelfällen könnten auch Rechtsanwälte beauftragt werden. Aufgabe des Vertreters sei es, die Grundstücke zu verwalten und unbekannte Eigentümer zu ermitteln. Laut Klier werden in der Landeshauptstadt zurzeit etwa 30 Grundstücke von gesetzlichen Vertretern betreut und verwaltet.

Quelle: dpa

„Der Status „herrenlos“ wird vom Grundbuchamt eingetragen, wenn der Grundstückseigentümer ausdrücklich sein Eigentum an dem Grundstück aufgibt“, erklärt Vera Kubler, Stadtsprecherin in Frankfurt (Oder). Grundsätzlich könne sich dann jeder ein derartiges Grundstück aneignen, wenn nicht zuvor das Land das Grundstück in sein Eigentum überführen wolle. „Eine Aneignung der herrenlose Grundstücke wird jedoch häufig nicht in Betracht kommen, da diese regelmäßig überschuldet sind“, betont sie.

Von der Herrenlosigkeit einzelner Häuser erfahre das Bauamt der Stadt nur bei dringend gebotenen Sicherungsmaßnahmen gegenüber den Grundstückseigentümer. „Die Stadt führt die Maßnahmen zunächst auf eigene Kosten nur bei bestehender Gefahr für Leib und Leben durch“, sagt Kubler. Das sei aber bisher kaum nötig gewesen.

Nur wenige herrenlose Grundstücke und Gebäude sind auch in Cottbus bekannt. „In der Vergangenheit gab es keine nennenswerten Probleme mit Immobilien, deren Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind“, sagt eine Stadtsprecherin.

Von Christian Bark

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