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Wegen Pleite: Aus für Glückskäfer Reisen

Insolvenz Wegen Pleite: Aus für Glückskäfer Reisen

Jetzt ist es offiziell: Der Geschäftsbetrieb des Tourismusveranstalters Glückskäfer Reisen wird eingestellt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter am Mittwochabend mit. Urlauber müssen sich nun auf einiges gefasst machen. Bereits vor der Insolvenz war das Unternehmen in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Die Brandenburger Polizei ermittelt wegen Betrugs.

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Glückskäfer haben dem Unternehmen und auch den Kunden kein Glück gebracht. Der Veranstalter ist pleite.

Quelle: Screenshot Glücksreisen

Potsdam. Der Schiffbruch kam schneller als erwartet: Der Geschäftsbetrieb des Tourismusveranstalters Glückskäfer Reisen wird eingestellt. Das teilte der Rechtsanwalt Stephan Thiemann am Mittwochabend mit. Erst am Montag hatte ihn das Amtsgericht Charlottenburg vorläufig als Insolvenzverwalter bestimmt. „Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie die betrieblichen Abläufe lassen keine Fortführung zu. Daher muss der Betrieb eingestellt werden“, erklärte Thiemann. Diese Entscheidung habe er am Mittwoch gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Berliner Unternehmens, Andrew John Britten, getroffen.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters werden alle Reisen mit „sofortiger Wirkung“ abgesagt. Betroffen sind rund 7.400 Kunden des Reiseunternehmens und rund 3.500 Buchungsvorgänge, hieß es. Glückskäfer Reisen bietet Kur- und Wellnessreisen sowie Bus- und Flugreisen an. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde 2014 gegründet und beschäftigt 21 Mitarbeiter. Zum Unternehmen gehört zudem die Marke meinkapitän.de, die sich auf die Vermittlung von Kreuzfahrten spezialisiert hat.

Brandenburger Polizei ermittelt wegen Betrugs

Bereits vor der Insolvenz war das Unternehmen wegen seines Geschäftsgebarens in die Schlagzeilen geraten. Auch die Brandenburger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, wie eine Sprecherin auf Anfrage bestätigt. Inzwischen laufen deshalb seit dem Jahr 2015 bis heute sechs Ermittlungsverfahren wegen Betruges.

„Die Firma bietet offenbar über Zeitungsannoncen aber auch über das Internetportal www.meinKapitaen.de Reisen an, welche tatsächlich so nicht existieren“, hieß es. In einem Fall habe eine Geschädigte eine Reise gebucht, für die in der Zeitung geworben wurde und leistete dazu auch eine Anzahlung. Nach eigenen Recherchen im Internet habe sie festgestellt, dass es die genannte Reiseroute mit dem Schiff gar nicht gibt.

Über ähnliche Fälle hatte die MAZ berichtet und auch bei der Brandenburger Verbraucherzentrale gab es zahlreiche Beschwerden über den Veranstalter.

Was müssen Kunden jetzt wissen?

Im Schreiben des Insolvenzverwalters heißt es: „Die internationale Kreuzfahrtreederei Norwegian Cruise Line (NCL), einer der wichtigsten Partner des Reiseunternehmens, unterstützt Glückskäfer Kunden und ist bemüht, die gebuchten Reisen weiterhin zu ermöglichen. NCL hat dafür eine eigene Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 06119-493-3712 können sich Kunden von Glückskäfer Reisen direkt an die Reederei wenden.“

Kunden, deren Reisen nicht durchgeführt werden, seien über den Reisesicherungsschein abgesichert. Für die Schadensregulierung können sich die Kunden an die R+V Allgemeine Versicherung AG wenden, die ebenfalls eine Hotline für die Kunden von Glückskäfer Reisen eingerichtet hat. Die Telefonnummer lautet: 0611-533-5859

Von Diana Bade

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