Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Gedenken an Opfer der deutschen Teilung

56. Jahrestag des Mauerbaus Gedenken an Opfer der deutschen Teilung

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ - die dreiste Lüge von SED-Chef Walter Ulbricht vor rund 56 Jahren ging in die Geschichte ein. Am 13. August 1961 begann der Bau des Grenzwalls, der Berlin mehr als 28 Jahre zerschnitt.

Im Babelsberger Park in Potsdam gedachten auch mehrere Landesminister wie Günter Baaske (SPD, M.) der Opfer an Stelen.

Quelle: Christel Köster

Berlin. 56 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer haben Politiker der Opfer an der früheren Grenzanlage gedacht. In Potsdam erinnerte Landtags-Vizepräsident Dieter Dombrowski (CDU) im Schlosspark Babelsberg, unweit des einstigen Mauerverlaufs, an die vielen individuellen Schicksale der Menschen, die bei ihren Fluchtversuchen aus der DDR ihr Leben ließen. Zuvor hatte der Landesverband der CDU traditionell an der Glienicker Brücke der Toten gedacht.

Die Aufarbeitung der DDR-Diktatur bleibe daher zentrale Aufgabe für Staat und Gesellschaft, so Dombrowski. Er mahnte: „Einen Schlussstrich unter das begangene Unrecht kann und wird es nicht geben. Die 40-jährige DDR-Diktatur darf nicht verdrängt, nicht vergessen und schon gar nicht verharmlost und verniedlicht werden.“ Dies sei man den Opfern schuldig, aber auch den Menschen, die die Friedliche Revolution 1989 erst möglich gemacht hätten. „Und dieser Mut zur Wahrheit und zur Klarheit wird uns auch heute helfen, als Demokraten den Rechtspopulisten mit guten Argumenten zu begegnen“, so Dombrowski. An der Veranstaltung im Park Babelsberg nahmen auch mehrere Landesminister teil. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) sagte: „Heute stehen wir hier am Havelufer und sehen die Schiffe, die wie selbstverständlich vom Wannsee kommend durch die Glienicker Brücke am Babelsberger Park entlang fahren. Vor 28 Jahren war das noch fast undenkbar.“

Gedenkveranstaltung im Potsdamer Park Babelsberg

Gedenkveranstaltung im Potsdamer Park Babelsberg.

Quelle: Christel Köster

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der im Urlaub ist, bezeichnete den Beginn des Mauerbaus in einer Mitteilung als „Datum des Unrechts“.

In Berlin legten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD), und in Vertretung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) an der zentralen Gedenkstätte an der Bernauer Straße Blumenkränze nieder. „Der Opfer von Mauer, Teilung und staatlicher Repression zu gedenken, ist und bleibt elementarer Bestandteil und unserer gesamtstaatlichen Erinnerungskultur“, so Grütters.

Ehemalige Staatsgrenze der DDR im Babelsberger Park im Oktober 1985

Ehemalige Staatsgrenze der DDR im Babelsberger Park im Oktober 1985.

Quelle: MAZ-Archiv

In einer Rede forderte die stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer und künftige Aufarbeitungsbeauftragte Brandenburgs, Maria Nooke, die anwesenden Politiker auf, sich auch jenseits des Wahlkampfs für die Belange der Opfer des SED-Regimes einzusetzen.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Berliner Mauer mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime, insgesamt kamen an der innerdeutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben.

Von Jutta Schütz

Wird in Pritzwalk genug für die Ortsteile getan?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg