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Brandenburg Gedenken an getöteten Piloten
Brandenburg Gedenken an getöteten Piloten
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10:44 27.03.2013
Am Mittwoch fand in der Kirche St. Peter und Paul in Potsdam der Trauergottesdienst für den verunglückten Piloten statt. Quelle: MAZ/ Bernd Gartenschläger
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Die Gedenkfeier in der katholischen Kirche St. Peter und Paul begleiteten etwa 1.000 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet. Unter den Trauergästen befanden sich auch die Witwe und die Eltern des Unfallopfers.

Kurzzeitig unterbrochen wurde die Veranstaltung von einem Zwischenrufer, der zum Nachdenken über die Ursache des Todes aufrief.

Der Katholische Dekan der Bundespolizei, Pater Jordanus, sagte in einem Eröffnungswort: „Der Tod trifft uns immer ins Herz. Noch dazu, wenn es einen Vater trifft, der seine Familie wahnsinnig geliebt hat; der seinen Beruf wahnsinnig liebte.“

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, würdigte tief bewegt die menschlichen und fachlichen Qualitäten des Verstorbenen. „Niemand hier kann ermessen den Schmerz, den Verlust, den Sie erlitten haben“, sagte er an die Witwe gewandt. „Niemand kann ermessen, was Ihnen widerfahren ist. Umso dankbarer sind wir, dass Sie uns, der Bundespolizei, den Kameraden, Gelegenheit geben, von Ihrem Mann Abschied zu nehmen.“ Das sei ein „unfassbares Unglück. Auch, weil wir eintausend Schutzengel hatten, aber eben einen zu wenig“, sagte Romann.

Romann bezeichnete den Kollegen als „hoch erfahrenen Piloten und passionierten Flieger“. Er sei der fachliche Dreh- und Angelpunkt der Blumberger Hubschrauber-Staffel in Brandenburg gewesen. „Es traf einen der Besten, den wir hatten. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist.“

Mit Blick auf die kritische Wettersituation am Unglückstag in Berlin und am Unfallort erinnerte Romann an einen Extremflug des Piloten über die Alpen, wobei Hubschrauber aus Ägypten zurückgeführt wurden. „Dieser Alpenflug war, auch wetterbedingt, eine ganz andere Kategorie als das Wetter bei der Übung.“ Die Wetterbedingungen am Tag des Unglücks beschrieben nur zu gut, was auch zum Alltag der Bundespolizeipiloten gehöre. „Unsere Flieger sind international anerkannt. Sie genießen das uneingeschränkte Vertrauen der Bundespolizei, der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin.“ Es seien Piloten, die wegen ihrer Erfahrung ohne zu Zögern einen Flug mit der Kanzlerin absagen würden, wenn ihnen die äußeren Bedingungen zu gefährlich erschienen.

Romann betonte: „Wir werden auch weiterhin in die Hubschrauber unseres Bundespolizeidienstes einsteigen.“ Abschließend forderte er ein Zusammenstehen der Bundespolizei und das Einstehen für die Familie. „Wir können nichts ungeschehen machen. Aber, wo immer es geht, werden wir versuchen für Sie einzustehen.“ Die Bundespolizei-Stiftung eröffnete inzwischen ein Spendenkonto für die Familie des Verunglückten. Eine erste Großspende über 5.000 Euro kam am Mittwoch von einer Bank in Berlin-Brandenburg. Die Beisetzung soll einem Polizeisprecher zufolge im engsten Familienkreis stattfinden. Potsdam ist die Heimatstadt des Piloten. Der gelernte Herrenmaßschneider hatte ab 1993 beim Bundesgrenzschutz gearbeitet. Er hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

Das Unglück hatte sich am vergangenen Donnerstag bei einer Großübung der Bundespolizei auf dem Maifeld am Berliner Olympiastadion ereignet. Beim Landeanflug von drei Hubschraubern kam es zum Zusammenstoß zweier Maschinen. Der Pilot starb noch an der Unfallstelle. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. An dem Tag hatte starkes Schneetreiben auf dem Gelände geherrscht. dapd

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