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Geisterfahrer-Unfall: 100.000 Euro Schaden

89-Jähriger auf A10 Geisterfahrer-Unfall: 100.000 Euro Schaden

Am Sonntag sind bei einem Unfall auf der A10 bei Michendorf drei Menschen verletzt worden. Mehrere Autos wurden demoliert. Die Polizei schätzt den Schaden auf insgesamt 100.000 Euro. Ausgelöst hat den Unfall ein Geisterfahrer (89). Nachdem er gemerkt hatte, dass er sich verfahren hatte, machte er einen folgenschweren Fehler.

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Bei dem Unfall ist ein Porsche Panamera stark beschädigt worden.

Quelle: Stähle

Potsdam. Drei Verletzte, mehrere beschädigte Autos und eine Vollsperrung der Autobahn. Ein 89-jähriger Mann hat am Sonntag auf der A 10 bei Michendorf einen schweren Unfall verursacht.

Mann verfährt sich und wendet auf Rasthof-Parkplatz

Der Unfall hat sich laut Polizei so abgespielt: Der 89-Jährige war in seinem Toyota in Richtung Nuthetal unterwegs, Ziel seiner Fahrt war aber Caputh. Kurz vor dem Rasthof Michendorf merkte der Potsdamer, dass er sich verfahren hatte. Er fuhr auf den Parkplatz des Rasthofes, wendete und fuhr nun als Geisterfahrer in Richtung Caputh. Auf der Autobahn ordnete er sich rechts ein.

Dort kam ihm ein Porsche Panamera entgegen. Der 45-jährige Fahrer aus Belgien reagierte geistesgegenwärtig und zog auf die mittlere Spur. Auch der 89-Jährige wechselte auf die mittlere Spur als er bemerkte, dass er als Geisterfahrer unterwegs ist. Die Autos streiften sich an der Seite. Die Fahrerseite des Porsches wurde stark beschädigt. Auch der Toyota des Geisterfahrers wurde demoliert.

Der Porsche Panamera ist bei dem Unfall an der Seite und der Hinterachse stark beschädigt worden

Der Porsche Panamera ist bei dem Unfall an der Seite und der Hinterachse stark beschädigt worden.

Quelle: Stähle

8 Autos fuhren über herumliegende Trümmerteile

Autoteile flogen herum und landeten auch auf der anderen Autobahnseite. Insgesamt fuhren acht Autos über Trümmerteile. Eine Frau fuhr mit ihrem Wagen in den Straßengraben, als die anderen Autos auswich. Nach Angaben der Polizei beträgt der Schaden insgesamt rund 100.000 Euro.

Trotzdem spricht die Polizei von einem verhältnismäßig glimpflichen Unfallausgang: Denn alle drei Unfallbeteiligten wurden nur leicht verletzt. Der 89-Jährige wird noch ein, zwei Tage im Krankenhaus verbringen müssen. Der 44-jährige Porschefahrer und der 40-jährige Beifahrer sind bereits wieder entlassen worden.

Für den 89-Jährigen hatte der Unfall unmittelbare Folgen

Die Autobahn musste nach dem Unfall 45 Minuten in Richtung Ferch gesperrt werden. Es bildeten sich entsprechende Staus. Erst am frühen Nachmittag entspannte sich die Lage wieder ein wenig.

Für den 89-Jährigen hatte der Unfall unmittelbare Konsequenzen. Polizisten nahmen ihm den Führerschein ab. Außerdem wird nun gegen den Mann wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Warum der Mann nicht bemerkte, dass er in der falschen Richtung auf die Autobahn gefahren ist, muss noch geklärt werden. Alkohol war nicht im Spiel.

Von MAZonline

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