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Brandenburg Gemäßigte in der AfD gründen eigene Plattform
Brandenburg Gemäßigte in der AfD gründen eigene Plattform
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21:46 04.10.2017
AfD-Landtagsabgeordneter in Brandenburg seit 2014: Steffen Königer Quelle: dpa
Potsdam

Nach der Gründung auf Bundesebene soll es die AfD-Plattform „Alternative Mitte“ auch in Brandenburg geben. Das kündigte am Mittwoch der Landtagsabgeordnete Steffen Königer an. „Wir wollen die Mitte stärken und ein Abrutschen an den Rändern verhindern“, sagte Königer der MAZ. Die Anhänger gelten in der AfD als gemäßigte Liberal-Konservative. Sie verstehen sich als Gegengewicht zum rechtsnationalen Flügel um Björn Höcke und Andre Poggenburg.

Neben Königer gehört aus Brandenburg auch der neu gewählte Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter zu den Vertretern der „Alternativen Mitte“. Beide waren dabei, als die Gruppe im nordbayerischen Tettau zu einem Bundestreffen zusammenkam. Königer sagte, es gehe darum, alle in der Partei mitzunehmen. Es müsse deutlich werden, dass Politik nicht „mit platten Parolen und dem Niederbrüllen des politischen Gegners“ funktioniere, betonte Königer.

AfD-Landeschef gibt sich unbeeindruckt

In der AfD gibt es nach dem Austritt der Bundesvorsitzenden Frauke Petry die Sorge, dass die Partei vor einer neuerlichen Spaltung steht. Aus Sicht der Alternativen Mitte soll der Einfluss der Höcke-Anhänger in der Partei deutlich verringert werden. Auf dem Treffen in Tettau hatte die Vize-Vorsitzende Beatrix von Storch um Einigkeit geworben. „Jedes Lager gehört zu unserer Partei“, sagte sie.

Ob der Streit der Lager Auswirkungen auf Brandenburg hat, ist offen. AfD-Landeschef Andreas Kalbitz gilt als Vertreter des nationalkonservativen Flügels, zu dem auch Alexander Gauland zählt. Kalbitz gibt sich unbeeindruckt. „Die Alternative Mitte zeigt die ganze Spannungsbreite der AfD“, sagte er am Mittwoch. „Ich finde das ganz legitim.“ Kalbitz will sich im November zum Fraktionschef und Nachfolger von Alexander Gauland wählen lassen, der im Bundestag seit kurzem neuer Fraktionschef der AfD ist. Der Austritt von Petry hatte laut Kalbitz bisher keine Folgen. „Es gab niemand, der ihr gefolgt ist“, sagte er.

Von Igor Göldner

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