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Generalstaatsanwalt kritisiert Medien

Neues im „Maskenmann“-Fall Generalstaatsanwalt kritisiert Medien

In der vergangenen Woche hatte Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg die Ermittlungen gegen kritische Beamte von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) überraschend abgezogen. Nun greift der Jurist erneut ein – und kritisiert vor allem die Medien.

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Generalstaaatsanwalt Erardo Cristoforo Rautenberg: „Das Verfahren hatte eine Medienpräsenz, die ich noch nie erlebt habe.“

Quelle: Peter Geisler

Potsdam. Der Brandenburger Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg hat im Zusammenhang mit dem spektakulären „Maskenmann“-Prozess den Medien Vorwürfe gemacht. „Das Verfahren hatte eine Medienpräsenz, die ich noch nie erlebt habe“, sagte Rautenberg am Donnerstag im Rechtsausschuss des Landtags. „Das ging bis zu Vorschlägen, wie das Verfahren ausgehen sollte.“

Neue Ermittler im „Maskenmann“-Fall

Auch nach dem Prozess seien das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) in den Medien angegriffen worden. Daher habe er die Ermittlungen gegen Polizeibeamte wegen möglicher Falschaussage im Prozess „aus Fürsorge“ von Frankfurt nach Cottbus übertragen.

Die Ermittlungen gegen Polizisten wegen möglicher Falschaussage in dem spektakulären Prozess waren zuvor von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) abgezogen worden. Die Falschaussage-Vorwürfe gegen die drei Polizisten und eine Gutachterin sollen nun von der in dem Fall unabhängigen Staatsanwaltschaft Cottbus geprüft werden. Der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Ulrich Scherding, bestätigte den Vorgang in der vergangenen Woche. „Das ist eine Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft. Wir können damit leben“, sagte Scherding. „Wir hätten uns die Ermittlungen aber selbst zugetraut“, betonte er.

Großer Andrang nach  der Urteilsverkündung im „Maskenmann“-Prozess am 12

Großer Andrang nach der Urteilsverkündung im „Maskenmann“-Prozess am 12. Juni 2015: Der Anwalt Axel Weimann (r.) des verurteilten Mario K. Journalisten im Landgericht in Frankfurt (Oder) (Brandenburg).

Quelle: dpa

Kristischen Polizisten droht Nachspiel

Wie berichtet, hat der spektakuläre Kriminalfall um die Entführung eines Bankers ein juristisches Nachspiel für drei Beamte der damals eingesetzten Soko „Imker“ sowie eine Gutachterin, die in dem Mammutprozess vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) aussagte. Die Kritiker hatten vor Gericht moniert, dass auf Anweisung der Einsatzleitung einseitig ermittelt worden und Entlastendes für den Verdächtigen Mario K. unter den Tisch gekehrt worden sei. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), die Herrin der umstrittenen Ermittlungen war, hatte nach dem Urteilsspruch im Juni Verfahren gegen die Kritiker wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage eingeleitet – ein in Brandenburg bislang einmaliger Vorgang.

Umstrittenes Urteil beschäftigt Justiz weiter

Der Name „Maskenmann“ bezieht sich auf eine Art Imkermaske, die der Täter bei den Überfällen getragen hatte. Wegen versuchten Mordes und erpresserischen Menschenraubs verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) den sogenannten Maskenmann im Juni dieses Jahres zu lebenslanger Haft. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er zwei Millionärsfamilien bei Berlin überfallen und einen Bankmanager entführt hatte. Die Verteidiger haben Revision eingelegt.

Von MAZonline

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