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Generelle Stallpflicht in Nordbrandenburg

Maßnahmen für Geflügelhalter Generelle Stallpflicht in Nordbrandenburg

Auch wenn es in Brandenburg nach wie vor keinen Verdachtsfall auf Vogelgrippe gibt, wird über die generelle Stallpflicht nachgedacht. Als erste Kreise reagierten die Uckermark und der Barnim – ab Mittwoch gilt sie für alle Kreise entlang der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Denn in dem Nachbarbundesland greift die Geflügelpest offenbar auf immer mehr Wildvögel über.

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Hühner in der Uckermark und im Barnim müssen bis auf weiteres in den Stall.

Quelle: dpa

Prenzlau/Eberswalde. Ab Mittwoch gilt in allen Kreisen entlang der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern die Stallpflicht für Geflügel. Als erster Landkreis führt der Barnim diese für Tierhalter verbindliche Regelung ab Dienstag ein, wie die zuständigen Amtstierärzte aus der Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, der Uckermark und dem Barnim am Montag mitteilten. Die Nähe zu nachgewiesenen Vogelgrippe-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Stettiner Raum lege diesen Schritt jetzt nahe, hieß es.

Nach wie vor gebe es in Brandenburg keinen H5N8-Verdachtsfall oder einen Nachweis des hochansteckenden Erregers. Ein Vogelsterben sei nach wie vor nicht beobachtet worden, obwohl vereinzelt tote Wildvögel entdeckt worden seien, erklärte ein Sprecher des zuständigen märkischen Verbraucherschutzministeriums.

Bis Dienstagmorgen sollen Risikogebiete gemeldet werden

Am vergangenen Freitag hatte Brandenburg eine Stallpflicht in unmittelbarer Nähe von Risikogebieten wie die Peitzer Teichlandschaft (Spree-Neiße) oder den Nationalpark Unteres Odertal erlassen. Bis Dienstagmorgen sollen alle Landkreise und kreisfreien Städte ihre Risikogebiete dem Verbraucherschutzministerium melden. Den Kommunen stehe es jedoch frei, wie die Uckermark oder der Barnim eine generelle Stallpflicht zu verhängen, so der Ministeriumssprecher.

Neben geschlossenen Ställen sei wichtig, dass die Tiere nur dort gefüttert und getränkt werden, wo Wildvögel nicht hingelangen können, hob Landestierarzt Stephan Nickisch hervor. Auch Futter, Einstreu und ähnliches sollte so gelagert werden, dass wilde Tiere hiermit nicht in Kontakt kommen können, hieß es. Zudem müsse für eine Desinfektion des Schuhwerks beim Betreten und Verlassen der Ställe gesorgt werden.

Geflügelpest greift auf immer mehr Wildvögel über

Unterdessen sind 30 000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung bei Schleswig (Schleswig-Holstein) getötet worden. In dem Bestand war die aggressive H5N8-Variante nachgewiesen worden, die seit einiger Zeit unter Wildvögeln kursiert. Der Zuchtbetrieb für Bruteier ist bundesweit die erste Massentierhaltung, die von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie betroffen ist.

In Mecklenburg-Vorpommern greift die Geflügelpest offenbar auf immer mehr Wildvögel über, hat große Nutztierbestände im Land bislang aber verschont. „Auch wenn die Lage hierzulande aktuell noch überschaubar ist, müssen wir auf das Schlimmste vorbereitet sein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag. Die Ereignisse in Schleswig-Holstein zeigten, welche Dimension die Seuche über Nacht annehmen könne.

Von Georg Russew

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