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Geschäftsreise

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers ist mit einer 45-köpfigen Delegation in Südafrika Geschäftsreise

Der Terminkalender von Hartmut Kordus für die kommenden zehn Tage ist voll. 25 Treffen mit potenziellen Geschäftspartnern stehen auf dem Programm. „Für Besichtigungen ist da kein Platz“, sagt der Chef der Adkor-Unternehmensgruppe in Wildau (Dahme-Spreewald).

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Minister Ralf Christoffers.

Quelle: Bernd Gartenschläger

POTSDAM. Kordus ist Teil einer 45-köpfigen Unternehmerdelegation, die mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) seit dem Wochenende in Südafrika unterwegs ist. Zu den Stationen der elftägigen Reise gehören die Städte Kapstadt, Pretoria und Durban.

Kordus’ Unternehmensgruppe einerseits begleitet den Aufbau des neuen abhörsicheren Digitalfunksystems „Tetra“ für Polizei und Grenzschutz in Brandenburg. Andererseits entwickelt die Firma, die 30 Leute beschäftigt, dezentrale Stromversorgungssysteme aus erneuerbaren Energien und Speicheranlagen mithilfe von Wasserstoff. An beiden Geschäftsfeldern sind Partner im südlichen Afrika interessiert. Für dezentrale Energiesysteme gibt es in Südafrika und Namibia wegen fehlender Netze enormen Bedarf. Die Digitalfunk-Dienstleistungen von Adkor könnten bei den dortigen Hafenbehörden gefragt sein.

Auf Häfen im südlichen Afrika hat auch Hans-Joachim Karl aus Strausberg (Märkisch-Oderland) ein Auge geworfen. Dem Inhaber des Computerzentrums Strausberg geht es aber vor allem um hafenärztliche Dienste, die sich um gesundheitliche Angelegenheiten rund um den Schiffsverkehr kümmern. Sein Computerzentrum hat Softwaresysteme für Gesundheitsdienste entwickelt. Für sein Produkt sieht Karl aber auch Bedarf, „um die Bildung in Südafrika zu verbessern“. Das Computerzentrum hat für andere afrikanische Sprachen wie Suaheli schon elektronische Übersetzungswörterbücher herausgebracht. Ähnliches kann sich Karl auch für Sprachen in Südafrika wie Afrikaans vorstellen.

Minister Christoffers ist erfreut über das große Interesse an der Reise. „Das zeigt, welche Bedeutung die Wachstumsmärkte außerhalb Europas für die brandenburgische Wirtschaft erlangt haben“, so Christoffers. Auf der von der Wirtschaftsfördergesesellschaft des Landes, der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), organisierten Reise sind die Branchen erneuerbare Energien, Informationstechnologien, Automobil-, Metall-, Optik- und Chemie-Industrie sowie Medizintechnik vertreten. Alles Bereiche, die in Südafrika ein hohes Wachstum verzeichnen. Für die märkischen Unternehmer ist Südafrika ein Absatzmarkt von wachsender Bedeutung. 2012 war der Export von Brandenburg nach Südafrika um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Import legte um 24 Prozent zu.

Christoffers Reiseprogramm ist aber nicht nur auf wirtschaftliche Angelegenheiten begrenzt. Der Minister besucht auch eine Station für aidskranke Kinder in der Hauptstadt Pretoria. Zudem ist eine Visite bei Helen Zille, der Großnichte des Berliner Milieumalers Heinrich Zille vorgesehen. (Von Gerald Dietz)

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