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Brandenburg Gestatten, Brandenburgs größter Schatz
Brandenburg Gestatten, Brandenburgs größter Schatz
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07:46 22.12.2016
Der Münzschatz von Altlandsberg glänzt in der Öffentlichkeit.Foto: dpa
Altlandsberg

Fast 600 Jahre schlummerte der Schatz im Boden: Etwa 7450 wertvolle Geldstücke sind am Mittwoch in Altlandsberg der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Es handelt sich um den landesweit bislang größten Münzschatzfund mit einem Gewicht von etwa 2,35 Kilogramm.

Die Geldstücke aus Gold und Silber datieren aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Archäologen hatten sie Anfang November bei einer planmäßigen Ausgrabung auf dem Gelände des ehemaligen Schlossgutes entdeckt. Alle archäologischen Funde sind laut Denkmalschutzgesetz Eigentum des Landes.

Die Münzen waren in einem Keramikgefäß vergraben worden, dass in gutem Zustand ans Tageslicht geholt werden konnte. Darunter waren 13 Prager und Meißner Silber-Groschen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und 11 rheinische Reichsgoldgulden von 3,5 Gramm. Dazu enthielt der Krug Tausende silberne Hohlpfennige von jeweils etwa 0,3 Gramm. Für die weitere wissenschaftliche Untersuchung müssen sie jetzt gereinigt werden.

Insgesamt wurden 7450 Münzen gefunden... Quelle: dpa

Der Schatz könnte nach ersten Erkenntnissen während des Einfalls der Hussiten 1432 in Altlandsberg von den Besitzern verborgen worden sein. Sie waren in der damaligen Mark Brandenburg eingefallen und hatten die Stadt belagert und zerstört.

Das seien aber nur vorläufige Angaben, sagte der Leiter des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Franz Schopper. «Für eine endgültige Aussage muss jedoch die Bearbeitung aller Münzen abgewartet werden», sagte Schopper.

Der Schatz sei für die historische Forschung im Land von außerordentlicher Bedeutung, betonte Kunstministerin Martina Münch (SPD) in einer Mitteilung. Er beleuchte ein wichtiges Kapitel Landesgeschichte. Münzfunde seien für die Wissenschaft eine außerordentlich wichtige Forschungsquelle. Sie zeigten ökonomische Verbindungen und Handelswege, aber auch künstlerische Fähigkeiten jener Zeit beispielsweise bei der Gestaltung der Münzen.

... davon 11 Goldmünzen aus dem Rheinland, 13 Prager und Meisner Silbergroschen, der Rest Hohlpfennige aus Silber. Quelle: dpa

In Brandenburg gab es seit der Wende etwa 28.000 archäologische Grabungen. Etwa 30.000 Fundplätze sind bekannt.

Spektakuläre Entdeckungen gibt es im Land immer wieder. Im Februar wurde der vermutlich älteste Friedhof Deutschlands aus der Mittelsteinzeit in Fredenwalde (Uckermark) öffentlich. Nach 50 Jahren widmeten sich Archäologen noch einmal einem dort bereits lange bekannten Fundort und konnten sich über die Sensation freuen.

Einem Hobbyarchäologe gebührt der Ruhm als Entdecker des bislang größten Münzfundes mit rund 2200 Stücken aus der Slawenzeit. 2015 bei Lebus (Märkisch-Oderland) barg er die Münzen. Sie stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. In Brandenburg gibt es etwa 150 Ehrenamtliche, die mit Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege unterwegs sind und ständig weitergebildet werden.

Von Gudrun Janicke

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