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Gesucht: Das schönste Trabi-Erlebnis

Ein rollendes Stück Zeitgeschichte Gesucht: Das schönste Trabi-Erlebnis

Der Trabant wird am 7. November 60 Jahre alt. Mittlerweile ist er ein gefragter Oldtimer. Die MAZ sucht Fotos und Erinnerungen – und verlost unter Lesern, die diese mit uns teilen, ein Wochenende mit dem Kult-Auto.

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Beim „Ostblock-Fahrzeugtreffen“ auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz in Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten (Kreis Nordvorpommern), 2007

Quelle: dpa

Potsdam. Sie stehen in Scheunen, verrotten in Garagen, manche knattern aber noch fröhlich über die Landstraßen – und einige haben es auf ihre alten Tage noch zu einer Zweitkarriere als Mietwagen geschafft: Der Trabi wird 60 Jahre alt. Am 7. November 1957 rollte das erste Exemplar – pünktlich zur Feier des 40. Jahrestages der Oktoberrevolution – vom Band. In Brandenburg sind laut Kraftfahrtbundesamt noch 5640 Rennpappen zugelassen, in Berlin nur noch 976. Bundesweit sind noch gut 34 000 Trabis auf Achse.

Teilen Sie Ihre Trabi-Geschichte mit uns!

Familie, Hund und Urlaubsgepäck auf engstem Raum? ­Reparaturen am Straßenrand? Knattern und knutschen? Was haben Sie, liebe Leser, mit Ihrem Trabi erlebt? Schicken Sie uns Ihre Fotos und Anekdoten – wir veröffentlichen eine Auswahl.

Unter den Einsendern verlosen wir einen Miet-Trabi der Experten von „Trabant Berlin“ für ein ganzes Wochenende – inklusive 250 Freikilometern – im Wert von 300 Euro.

Wir freuen uns auf Ihre Post .

E-Mail: leserbriefe@MAZ-online.de

Märkische Allgemeine

Kennwort: Leserpost
Postfach 60 11 53, 14411 Potsdam

Für alle eingesandten Fotos versichern die Absender, dass sie volljährig sind und über alle Rechte am eingereichten Bild verfügen. Falls auf dem Bild Personen erkennbar sind, haben alle abgebildeten Personen ihr Einverständnis zur Teilnahme an der Fotoaktion und Veröffentlichung des Bildes gegeben. Das eingeschickte Bild ist frei von Rechten Dritter.

Die Einsender gestatten die honorarfreie Veröffentlichung bei Nennung des vollen Namens in allen Print- und Online-Produkten der MAZ sowie das Hochladen der Bilder auf den MAZ-Seiten in den sozialen Netzwerken auf Facebook, Twitter und Instagram.

Doch eine billige Alternative zum koreanischen Kleinwagen ist der mit 88-Oktan-Gemisch angetriebene Winzling aus Zwickau heute nicht mehr. Für gut gepflegte, instand gesetzte Exemplare sind 10 000 Euro keine Seltenheit. „Der Trabi ist eben ein Stück rollender Zeitgeschichte, sagt Patrick Krienke, Gründer und Geschäftsführer der Vermietung „Trabant Berlin“, die zehn eigene und Trabis von Vertragspartnern an Selbstfahrer vermietet.

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Der Trabant, das beliebteste Auto der DDR, feiert am 7. November 2017 seinen 60. Geburtstag. MAZ-Leser zeigen aus diesem Anlass ihre Rennpappen – damals und heute. Darunter sind ganz außergewöhnliche Exemplare.

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Gerade Amerikaner können gar nicht genug bekommen von diesem Auto, das wie wohl kein zweites auf der Welt den Gegenpol zur V8-Kultur aus dem Land der unbegrenzten Hubräume bildet. „Die Amerikaner sagen, der Trabi fährt sich wie ein Go-Cart“, erzählt Krienke. „Sie schätzen die direkte Fahrweise, die Vibration, die Blattfedern.“ Allerdings, so berichtet der Vermieter, sind die Automatik-verwöhnten US-Bürger mit der Knüppelschaltung oft überfordert. Im Extremfall heißt das: Nach einem Tag Ausleihe ist die Kupplung hin.

Ersatzteile aber erhält man immer schwerer. Krienke und seine Mitstreiter recherchieren im Internet, sichern sich Scheunenfunde, basteln aus drei Kupplungen eine regenerierte zusammen. Ein paar Ersatzteile werden in Ungarn nachgebaut. Aber mit der Qualität hadert der Vermieter aus Berlin-Friedrichshain. Einen Kfz-Ingenieur in Altersteilzeit beschäftigt er, weil der eben alle Tricks und Kniffe kennt.

Joachim Neubauer aus Neuruppin mit seinem Trabant 500 Oldtimer und Wohnwagen LC 200

Joachim Neubauer aus Neuruppin mit seinem Trabant 500 Oldtimer und Wohnwagen LC 200

Quelle: Peter Geisler

Auf die „Kraft der zwei Kerzen“ setzte bislang auch Frank Ehle aus Neuseddin. Drei Trabis – davon ein Cabrio – hat er bislang vermietet, gibt das Geschäft aber jetzt auf. Aus Potsdam musste er weg, weil er „nichts Bezahlbares“ mehr zum Abstellen und Reparieren der Kultautos fand. Dabei, so sagt Ehle, kann man am Trabi auch als Nicht-Mechaniker „fast alles selbst machen“. Nur die Bremsen und lasse er vom Profi erledigen. Einen Trabi will Ehle behalten, verbindet er mit dem Auto doch Erinnerungen an Familienurlaube. Die beiden anderen will er im Internet losschlagen. Am Stammwerk in Zwickau geht derweil ein weiteres Kapitel Industriegeschichte zu Ende. Mit dem Autozulieferer Sachsenring Karosseriemodule steht das letzte Nachfolgeunternehmen des VEB Sachsenring vor dem Aus. Die Marke „Sachsenring“ will der Investor zwar wiederbeleben – allerdings für die Fahrradproduktion.

Von Ulrich Wangemann

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