Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Gewitter

Navigation:
Gesund mit Hund – so bleiben Sie tierisch auf Trab

Gesund mit Hund Gesund mit Hund – so bleiben Sie tierisch auf Trab

Mehrfach täglich raus bei Wind und Wetter – das härtet ab. Hundebesitzer müssen sich gar nicht erst ins Fitnessstudio quälen. Selbst wenn das Herrchen mal keine Lust hat auf die täglich Joggingrunde hat, Ausreden lässt der Hund nicht gelten. Studien zeigen, dass ein Haustier fit hält.

Voriger Artikel
Falscher Twitter-Vogel ärgert Grünen-Politiker
Nächster Artikel
25 MAZ-Leser fordern Profi-Sportler heraus


Quelle: Diana Bade

Potsdam. Der Personal-Trainer stöbert in der Erde, spitzt das Ohr und hebt die Vorderpfote, plötzlich gibt es kein Halten mehr. Ein starker Ruck am anderen Ende der Leine ist das Startsignal für Jürgen von Meer. Schritt für Schritt geht es voran, vorbei an Bäumen, Sträuchern und Wiesen. Das Tempo ist sportlich, doch das stört weder Hund noch Herrchen, hier läuft die Routine, jeden Tag acht bis 13 Kilometer.

„Mein Hund ist mein bester Fitnesstrainer“, sagt Jürgen von Meer. In seinem Job als technischer Leiter in der CDU-Bundesgeschäftsstelle sitzt er viel am Schreibtisch, ein Ausgleich muss her. Umso mehr schätzt Herrchen seinen Fitnesspartner mit der kalten Schnauze. Jeden Morgen um 5 Uhr klingelt zu Hause der Wecker. Die morgendliche Verabredung mit seinem Trainer kann der Brandenburger aus Eichwalde (Dahme-Spreewald) nicht absagen. Hündin Jacky gewinnt immer gegen den anderen Artgenossen, den Schweinehund. „Es gibt keine Ausrede, der Hund muss raus.“

Bewegung mit Hund senk den Blutdruck

Mehrfach täglich raus bei Wind und Wetter – das härtet ab. Hundebesitzer müssen sich gar nicht erst ins Fitnessstudio quälen. Wer einen Hund an der Leine hat, bringt sich automatisch in Form. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Spaziergänge mit dem tierischen Freund die Bewegungszeiten steigern, auch die körperliche Aktivität unabhängig vom Hund nimmt zu. Einer US-Studie zufolge erfüllen 80 Prozent der Menschen, die einen Hund besitzen und regelmäßig mit diesem spazieren gehen, die WHO-Empfehlung von 150 Minuten moderater Bewegung in der Woche. Bei den Menschen, die einen Hund besitzen, aber nur unregelmäßig mit diesem spazieren gehen, sind es 59 Prozent. Nach Meinung mehrerer Forscher senkt mehr körperliche Bewegung mit Hund den Blutdruck, das Cholesterin, den Blutzucker und das Gewicht. Und gemeinsam mit dem Vierbeiner macht Bewegung doppelt so viel Spaß. Durch die ständige Bewegung an der Luft bei jedem Wetter unterstützen Hundebesitzer auch ihr Immunsystem.

Fast jede Rasse kann Sport treiben

Das kann auch Jogger Jürgen von Meer bestätigen, der nach eigenen Angaben nur selten krank ist. Ein weiterer positiver Effekt: „Meine Kondition hat sich wesentlich verbessert. Mit 51 Jahren bin ich heute so fit, wie ich es mit 40 nicht war.“ Seit vier Jahren ist der Parson Russell Terrier „festes Familienmitglied“. Die Hündin kommt mit auf den Golfplatz, macht Reisen in die Berge, begleitet sein Herrchen gelegentlich mit ins Büro und ist beim Sport eine verlässliche „Konstante“. Selbst wenn Jürgen von Meer mal keine Lust hat auf die täglich Joggingrunde, ein Schnauzenstupser vom treuen Gefährten und schon ist der Hundebesitzer motiviert. „Jacky kennt keine schlechte Laune und fordert mich.“ Die Laufstrecke darf die Hündin bestimmen, schließlich braucht nicht nur Herrchen, sondern auch Hund einen Ansporn.

Schließlich sollte sich auch das Tier fit halten. Bei den Aktivitäten des Hundes muss der Halter allerdings auch das Alter und den Gesundheitszustand des Hundes beachten. „Es spricht nichts gegen Sport, weil Hunde sehr belastbar sind“, sagt Katrin Seidel, Tierärztin aus Päwesin (Potsdam-Mittelmark). Fast jede Rasse könne Sport treiben. „Zum Joggen sollten aber keine Hunde mit Atem-, Herz- oder Gelenkproblemen mitgenommen werden.“ Wer sichergehen will, könne eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Übergewicht ist ein großes Thema bei Hunden

Die sportlichsten Tiere sind nach Ansicht von Tierärztin Ute Busch aus Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) Wind- und Jagdhunde. „Pudel oder Schoßhündchen nehmen die wenigsten Hundebesitzer zum Joggen mit.“ Es sei aber für alle Rassen wichtig, dass sich die Vierbeiner regelmäßig bewegen. „Übergewicht ist ein großes Thema bei Hunden.“

Zeit für eine Verschnaufpause. Hündin Jacky hat inzwischen den Spazierschritt auf ihrer Runde eingelegt. Sie bleibt stehen vor einem „Jogger“ auf vier Pfoten. Der Fleiß des anderen wird mit einem kurzen Beschnuppern gewürdigt. Man grüßt sich eben unter Läufern.

Von Diana Bade

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Welcher Brandenburg-Spruch ist Ihr Favorit?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg