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Gesunde Kinderzähne in Brandenburg

Tag der Zahngesundheit Gesunde Kinderzähne in Brandenburg

„Mit guter Pflege und etwas Glück können wir unsere bleibenden Zähne bis zum Lebensende erhalten“, sagt Astrid Hopfengart vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Potsdam. Die gute Pflege beginnt in Brandenburg vielerorts bereits im Kindergarten – das zahlt sich aus, wie der Gesundheitsbericht des Ministeriums zeigt.

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Beim Zähneputzen kommt es nicht darauf an, wie lange man putzt. Entscheidend ist die Technik, damit alles gründlich sauber wird.

Quelle: Fotolia

Potsdam. Die märkischen Kinder wissen, wie Zähneputzen richtig geht: Hatten vor zehn Jahren noch 20 Prozent der Dreijährigen kariöse Milchzähne, sind es heute nur noch rund zehn Prozent. „Das zeigt, dass in Brandenburg beim Thema Zahn- und Mundgesundheit vieles richtig gemacht wurde“, sagt Gesundheitsministerin Diana Golze anlässlich des 25. Tages der Zahngesundheit, der am 25. September bundesweit stattfindet. Fortschritte seien auch bei den Zwölfjährigen zu beobachten. Statistisch betrachtet wurden bei ihnen vor 25 Jahren im Schnitt noch 3,4 von Karies betroffene Zähne gezählt – heute ist es nur noch ein halber Zahn.

Brandenburg war eines der ersten Bundesländer, das 1993 die gruppenprophylaktische Betreuung von Kindern unter zwei Jahren in Kitas und Tagespflegeeinrichtungen eingeführt hat. Denn gesunde Zähne sind nicht nur für die Ernährung wichtig, sondern auch für Sprachentwicklung, Kommunikation und Ästhetik. Vorbeugende Strategien zur Vermeidung der frühkindlichen Karies sind seit fünf Jahren fester Bestandteil der Gruppenprophylaxe – dazu gehört auch das Programm „Kita mit Biss“.

Über 300 Kindergärten in der Mark nehmen bereits an diesem Ernährungs- und Aufklärungsprogramm zur Förderung kindlicher Mundgesundheit teil. Sie arbeiten dabei mit Zahnärztlichen Diensten und Gesundheitsämtern zusammen. Zu den Maßnahmen des Programms, die in den Kita-Alltag integriert werden, gehört nicht nur das Zähneputzen nach jeder Hauptmahlzeit, sondern auch der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke sowie Obst- und Gemüsepausen. Eltern wird außerdem der Verzicht auf Nuckelflaschen empfohlen – sie sind die Hauptursache für frühkindliche Karies. „Tasse statt Flasche“ ist daher das Motto in der Kita.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ist ebenfalls unerlässlich für alle, die mit einem gesunden Gebiss durchs Leben gehen wollen. Judith Brun, Kinderzahnärztin in Potsdam, empfiehlt, mit Kindern ab zwei Jahren zum Zahnarzt zu gehen – „dann sind bereits alle Zähne da“. Damit die Kleinen gerne zur Behandlung gehen, sei es wichtig, dass Eltern ihre eigenen Ängste nicht auf die Kinder übertragen und vor dem Besuch gute Stimmung verbreiten, sagt Brun.

Die Kinderzahnärztin gibt außerdem Tipps für das richtige Zähneputzen: „Es kommt nicht darauf an, wie lange man putzt, sondern darauf, dass man regelmäßig und gründlich putzt – die Technik ist entscheidend.“ Und man müsse vor allem altersgerecht putzen, sagt Brun. Also beispielsweise für Kinder auch kindgerechte Zahnpasta benutzen, die nicht zu scharf ist.

Für die richtige Technik empfiehlt Astrid Hopfengart vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Potsdam die sogenannte „KAI“-Methode. Das bedeutet zuerst die Kauflächen ordentlich reinigen, anschließend die Außenflächen und zu guter Letzt die Innenflächen. „Bei den Außen- und Innenflächen ist darauf zu achten, vom Zahnfleisch wegzubürsten, damit es nicht gereizt wird“, rät Hopfengart.

Auch für Erwachsene ist Zahn- und Mundgesundheit natürlich ein wichtiges Thema. Dafür setzt sich in Brandenburg unter anderem die Arbeitsgruppe Mundgesundheit im Bündnis „Gesund Älter werden“ ein. So wurden zum Beispiel in diesem Jahr „Empfehlungen zur zahnmedizinischen Versorgung und Mundpflege bei älteren Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen“ veröffentlicht. Danach wird beispielsweise bei der Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung eine zahnmedizinische Eingangsuntersuchung und anschließend jährliche Kontrolluntersuchungen durch eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt empfohlen.

Gesundheitsministerin Golze: „Die Mundgesundheit bildet auch im hohen Alter die Grundlage für körperliches Wohlbefinden und Lebensqualität. Dank der verbesserten Mundgesundheitsversorgung besitzen ältere Menschen heute länger ihre eigenen Zähne.“

Brandenburg beteiligt sich seit 1991 aktiv am Tag der Zahngesundheit, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund“ steht.

Von Josephine Mühln

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