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Brandenburg Gesundheitszustand der Vierlinge unklar
Brandenburg Gesundheitszustand der Vierlinge unklar
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19:27 26.05.2015
RTL Moderatorin Birgit Schrowange (Mitte) mit Annegret R. und ihrer jüngsten Tochter (9) an einem See. Quelle: dpa
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Berlin

„Die Kleinen sehen aus wie kleine, zerbrechliche Puppen.“ So hat sich Annegret R. in einem Interview mit Fernsehsender RTL erstmals zu ihren Kindern geäußert. Vor einer Woche brachte die 65-Jährige Vierlinge zur Welt.

Das Bekanntwerden der Schwangerschaft von Annegret R. sorgte im April bundesweit für Aufsehen und auch Kritik. Viele Zuschauer und Leser warfen der 65-Jährigen Verantwortungslosigkeit vor. Auch Mediziner kritisieren die Entscheidung als sehr riskant und gefährlich für Mutter und Kinder.

Ärzte wollen sich am Mittwoch zum Gesundheitszustand der Kinder äußern

Während sich die Mutter schnell von der Geburt erholt hat, ist der Gesundheitszustand der zwischen 655 und 960 Gramm schweren Frühchen nicht bekannt. Laut RTL, wo R. exklusiv unter Vertrag steht, ist eines der Babys operiert worden. Die Ärzte wollen sich am Mittwoch zum Gesundheitszustand von Mutter und Kindern äußern.

Die Englisch- und Russischlehrerin Annegret R. hatte sich in der Ukraine aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen einpflanzen lassen. Sie hatte bereits 13 Kinder und sieben Enkel. Den späten Kinderwunsch begründete sie damit, dass sich ihre neunjährige Tochter Lelia ein Geschwisterchen gewünscht habe. Die übrigen zwölf Kinder von Annegret R. sind bereits erwachsen.

Die Vierlinge kamen am vergangenen Dienstag nach nur knapp 26 Wochen Schwangerschaft per Kaiserschnitt auf die Welt, nachdem die Wehen eingesetzt hatten. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen.

Experten warnen vor Folgeschäden für die Frühchen

Mehrere Ärzte warnen vor möglichen Folgeschäden. Lebensbedrohliche Komplikationen gebe es bei Frühchen vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt, sagte Mario Rüdiger vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. „Jeder Tag mehr reduziert das Sterberisiko.“

Weit bedeutsamer seien allerdings die drohenden langfristigen Schäden, erläuterte der Direktor der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen, Matthias Beckmann. Zwar könne die Medizin immer jüngere Frühgeburten retten, nicht aber deren gesundes Überleben sicherstellen.

„Die vier Kinder werden nicht alle gesund nach Hause gehen“, ist auch Rüdiger überzeugt. Chronische Probleme drohten vor allem bei Lunge, Darm, Augen und Gehirn.

MAZonline

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