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Brandenburg Getreidebauern beklagen niedrige Preise
Brandenburg Getreidebauern beklagen niedrige Preise
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14:00 04.07.2016
Ernte von Wintergerste in der Fürstenwalder Vieh- und Fleisch GmbH. Quelle: dpa
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Worin

Mit der bundesweit beginnenden Getreideernte kommen auf die Landwirte nach Angaben von Brandenburgs Landesbauernverband weitere Probleme zu. Die erwarteten Preise liegen etwa 10 bis 15 Prozent unter denen des Vorjahres, wie der Präsident Henrik Wendorff am Montag in Worin (Märkisch-Oderland) sagte. Und da seien die Erlöse bereits niedrig gewesen.

Schlechte Ernte wegen Trockenheit

Verantwortlich für das erwartete diesjährige unterdurchschnittliche Ernteergebnis sei eine etwa achtwöchige Trockenheit im Mai. Aufgrund geringer internationaler Nachfrage seien zudem die Speicher immer noch voll. „Totes Kapital, das die Betriebe eigentlich dringend benötigen“, sagte er.

Russland-Embargo zum Schaden der Bauern

Die deutsche Landwirtschaft sei exportorientiert. International seien die Märkte begrenzt, betonte der Landesbauernpräsident. Durch das Russland-Embargo seien Kunden weggebrochen, auch in Asien gehe die Nachfrage beispielsweise nach Schweinefleisch zurück. „Die Entwicklungen sind für uns spürbar“, sagte Wendorff.

Handel drückt Preise in den Keller

Regionale Märkte allein böten keinen Ausweg, um die Zukunft der Branche zu sichern, sagte er. Angesichts des Wettbewerbdrucks des Einzelhandels könne der Landwirt dort nicht das Geld verdienen, dass er zum Überleben benötige. Derzeit nutze der Handel jedoch seine Macht aus und drücke die Preise in den Keller.

„Ehrliche Preise“ für Lebensmittel

„Wir brauchen ehrliche Preise für in Deutschland erzeugte Lebensmittel“, sagte Wendorff. Die beispielsweise von den Milchbetrieben erzielten Erlöse für einen Liter Milch von derzeit etwa 27 Cent, deckten nicht einmal die Produktionskosten. Mit Spannung werde erwartet, welchen Umfang am Ende das vom Bund angekündigte Hilfspaket für notleidende Landwirte habe, sagte er. Eingeforderte Mengendisziplinen für bessere Preise lehnt Wendorff ab.

Von dpa

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