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Gewalt gegen Minderjährige beim SEK-Einsatz

Einsatz beschäftigt Innenausschuss Gewalt gegen Minderjährige beim SEK-Einsatz

Ein minderjähriger Flüchtling hat Anfang Oktober einen 18-Jährigen tödlich verletzt. Brandenburgs SEK-Beamte stürmten daraufhin die Flüchtlingsunterkunft für Minderjährige in Ludwigsfelde, wo sich der Täter aufhielt. Doch nun kommt ans Licht, wie sich der Einsatz abgespielt hat – und beschäftigt jetzt auch den Innenausschuss.

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Quelle: dpa

Potsdam/Ludwigsfelde. Der SEK-Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) am 2. Oktober hat ein parlamentarisches Nachspiel. Die Grünen kündigten am Mittwoch an, sich im Innenausschuss einen Bericht geben zu lassen. Zuvor hatten die „ Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichtet, bei dem Einsatz sei einem 15 Jahre alten Bewohner zwei Mal mit einem Gewehrkolben ins Gesicht geschlagen worden. Anderen Unbeteiligten hätten die SEK-Beamten in den Rücken, auf Hände und in die Knie getreten. Ebenfalls soll ein Junge, der sich aus Angst verkroch, Schläge auf den Hinterkopf bekommen haben. Zudem sollen die Beamten des Brandenburger SEK auch die Handys der Jugendlichen im Alter von 14 und 17 Jahren zerstört haben. Nach MAZ-Informationen hat sich der Vorfall wie berichtet zugetragen. Diakonisches Werk hat Anzeige erstattet.

Ermittlungserfahren wegen Körperverletzung im Amt

Das Polizeipräsidium bestätigte, es sei nach Gesprächen unter anderem mit der Heimleitung der vom Evangelischen Jugendwerk Teltow-Fläming betriebenen Flüchtlingsunterkunft für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet worden. Nach MAZ-Informationen hatte das Jugendwerk, das Mitglied im Diakonischen Werk ist, Anzeige erstattet. Dies müsse jetzt die Staatsanwaltschaft bewerten. Der Sprecher betonte, angesichts der Einsatzlage - der Festnahme eines mutmaßlichen Gewalttäters in dem Heim - sei der Einsatz des Sondereinsatzkommandos notwendig gewesen.

Tödlicher Anlass für Spezialeinsatzkräfte

Anlass des Polizeieinsatzes vor etwa einer Woche war ein tödlicher Streit zwischen zwei jungen Flüchtlingen. Ein 18-jähriger Afghane, der bereits nicht mehr im Heim wurde, dort aber weiter Betreuung in Anspruch nahm, verlor nach einen Stich – offenbar mit einem Messer – sein Leben. Der mutmaßliche Täter, ein 17-Jähriger aus Gambia, wurde dann in dem Heim festgenommen. Er hatte zuvor seine Unterkunft nach der Tat aufgesucht und erfuhr nach PNN-Informationen erst am Tag danach von den Ermittlern, dass er einen Menschen getötet hatte. Gegen ihn wurde bereits kurz nach der Tat Haftbefehl erlassen.

Von MAZonline und dpa

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