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Gewaltopfer erhalten professionelle Hilfe

Neues Gesetz verabschiedet Gewaltopfer erhalten professionelle Hilfe

Vor allem für Opfer von Sexualstraftaten und für Kinder ist eine Gerichtsverhandlung oft nur schwer zu ertragen. Jetzt sollen Kriminalitätsopfer erstmals ein Recht auf professionelle Unterstützung erhalten. Der Bedarf ist offenbar groß.

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Der Bedarf an Prozessbegleitung ist groß.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Kriminalitätsopfer in Brandenburg sollen künftig bei Prozessen besser betreut werden. Das rot-rote Kabinett verabschiedete am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf zur psychosozialen Prozessbegleitung. Demnach besteht erstmals ein Rechtsanspruch auf eine kostenlose Unterstützung bei den psychisch oft belastenden Verhandlungen. Das Angebot richtet sich an „besonder schutzbedürftige Erwachsene“, in erster Linie aber an Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten wurden.

„Ziel ist, die individuelle Belastung der Verletzten durch die Hauptverhandlung zu reduzieren und zu helfen, die oft traumatischen Ereignisse besser verarbeiten zu können“, erklärte Justizminister Stefan Ludwig (Linke). Den Belangen der Opfer werde so stärker Rechnung getragen.

Ab 2017 ist die psychosoziale Prozessbegleitung für die Länder verpflichtend. Laut dem Opferrechtsreformgesetz erhalten professionelle Prozessbegleiter – also Sozialpädagogen oder Psychologen – eine Vergütung von bis zu 1100 Euro über alle Instanzen. Wie oft die Hilfe in Brandenburg in Anspruch genommen und wie stark dies die Landeskasse belastet, ist noch unklar. „Wir sind aber gut vorbereitet und stellen sicher, dass Anspruchsberechtigte die Begleitung auch wahrnehmen können“, versprach Ludwig.

Zeugen nahmen in Brandenburg zuletzt häufiger die Unterstützung von Opferschutzverbänden in Anspruch. So stieg die Zahl der Ratsuchenden bei der Opferhilfe zwischen 2013 und 2015 von 500 auf 675.

Von Torsten Gellner

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