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Gewerkschaft fordert Spuckschutz für Polizisten

Brandenburg Gewerkschaft fordert Spuckschutz für Polizisten

Immer wieder werden Polizisten im Dienst angespuckt. Das ist nicht nur eklig, sondern dabei können auch Krankheiten übertragen werden, warnen Experten. Ein spezieller Schutz, wie ihn die Gewerkschaft der Polizei für Brandenburg jetzt fordert, könnte Abhilfe schaffen.

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Quelle: dpa (Genrefoto)

Potsdam. Brandenburgs Polizei sollte nach Meinung von Experten mit speziellen Spuckschutzhauben ausgestattet werden. In den Streifenwagen und Revieren sollten sie vorhanden sein, sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Andreas Schuster.

Es gebe Straftäter, die aggressiv gegenüber Beamten auftreten würden und dabei auch spuckten. „Es ist nicht nur eine Frage von Ekel, sondern auch eine Frage der Übertragung von Krankheiten.“ Es sei zwar kein Massenproblem. „Aber es ist ein Problem auch in Brandenburg“, sagt Schuster.

Keine belegbaren Zahlen

Zahlen dazu, wie oft Polizisten im Einsatz angespuckt werden, gibt es für das Land nicht. Aus dem Innenministerium heißt es, das Phänomen der „Spuckangriffe“ sei bislang nicht verstärkt aufgetreten. Deswegen würden Fälle nicht gesondert registriert. Aktuell sei die Beschaffung von Spuckhauben als Ausrüstung nicht vorgesehen. Die dünnen Hauben können Angreifern über den Kopf gestülpt werden, damit sie nicht um sich spucken können.

CDU für Anschaffung von Schutzhauben

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Björn Lakenmacher, sagt: „Beim Schutz unserer Polizisten vor körperlichen Angriffen und persönlichen Beleidigungen darf es keine Abstriche geben.“ Die Christdemokraten sind dafür, Spuckhauben zur Verfügung zu stellen. „Dann kann jeder Beamte selbst entscheiden, ob und wann er sie nutzen will.“ Lakenmacher hat kein Verständnis für die Täter: „Jemanden zu bespucken ist ein besonders ekliges Zeichen von Verachtung.“

Woanders schon Standardausrüstung

In anderen Bundesländern gehören die Spuckschutzhauben bereits zur Standardausrüstung. Anfang des Jahres wurden sie etwa in Rheinland-Pfalz eingeführt. In einer ersten Bilanz hieß es: „Bislang hat sich die Haube als probates Einsatzmittel bewährt.“ Auch in Hamburg und Bremen gibt es sie. In Niedersachsen setzt man Halbmasken aus der Notfall- und Katastrophenmedizin ein. Eine Kritik an vollen Hauben ist, dass Betroffene damit unnötig zur Schau gestellt werden.

Von Alexander Riedel

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