Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Giganten-Treffen: Größter Raubsaurier kommt zu T.rex Tristan
Brandenburg Giganten-Treffen: Größter Raubsaurier kommt zu T.rex Tristan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 08.02.2016
Der Tyrannosaurus Rex «Tristan Otto» bekommt Gesellschaft. In das Berliner Naturkundemuseum zieht jetzt auch das Skelett des 15 Meter langen Spinosaurus aegyptiacus. Quelle: Britta Pedersen/Archiv
Anzeige

Berlin (dpa) - Zu Lebzeiten wären sie nie aufeinandergetroffen, jetzt stehen beide Urzeitriesen unter einem Dach. Neben dem Tyrannosaurus rex "Tristan" zeigt das Berliner Naturkundemuseum ab Dienstag auch das Skelett eines Spinosaurus aegyptiacus.

"Der Spinosaurus ist der größte bisher bekannte Raubsaurier. Es ist ein Zusammentreffen der Giganten", sagt Kuratorin Linda Gallé. Das Skelett ist das weltweit erste Modell des etwa 100 Millionen Jahre alten Urzeitriesen.

Das 15 Meter lange Modell stammt aus den USA, wo Forscher es rekonstruiert haben, und ist aus Kunstharz. Nur zwei Originalknochen sind in der Ausstellung zu sehen. Der drei Meter kleinere Tristan gilt hingegen als eines der vollständigsten T.rex-Skelette weltweit.

Auch sonst trennt die beiden Dinos mit einem Altersunterschied von etwa 40 Millionen Jahren einiges, etwa ihre Herkunft: "Während der T.rex in Nordamerika zu Hause war, stammt der Spinosaurus aus Afrika", sagt der Paläontologe Nizar Ibrahim, der mit weiteren Forschern vor wenigen Jahren in Marokko Spinosaurus-Knochen entdeckte.

"Der Spinosaurus war ein unglaubliches Tier. Er tat Dinge, die sonst kein Dinosaurier getan hat", schwärmt Ibrahim. "Es ist der erste im Wasser lebende Dinosaurier", so der Forscher. "Der Spinosaurus konnte Fische fressen, die so groß waren wie ein Kleinwagen", betont er. "Die Zähne ähneln denen eines Krokodils und sind gut dazu geeignet, glitschige Beutetiere zu greifen", ergänzt Projektleiter Uwe Moldrzyk. Die kleinen Nasenlöcher, die auffällig weit hinten im Schädel lagen, ließen das Reptil auch dann atmen, wenn der Kopf weitgehend unter Wasser war. Die Sahara habe wahrscheinlich einst so ausgesehen wie das Amazonasgebiet, so Moldrzyk.

Auch äußerlich unterscheiden sich die beiden Dinos stark: Während der T.rex eher hoch und massig war, ist der Spino lang und schmal, was das Schwimmen erleichterte. Markant ist sein etwa zwei Meter hohes Rückensegel, das den Forschern zufolge möglicherweise zur Abschreckung anderer Räuber, zum Anlocken von Partnern oder auch zur sanften und unauffälligen Fortbewegung im Wasser diente.

Erste Skelettteile eines Spinosaurus hatte der deutsche Paläontologe Ernst Freiherr Stromer von Reichenbach bereits 1912 in Ägypten entdeckt. Die nach München gebrachten Fossilien wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Spinosaurus blieb lange ein Mysterium.

Mehr als ein Jahrhundert später entdeckten Ibrahim und andere Forscher dann weitere Spinosaurus-Knochen im Süden von Marokko. Sie rekonstruierten den Giganten, indem sie ihre Funde mit denen anderer Individuen sowie mit Zeichnungen des deutschen Forschers kombinierten.

Das Ergebnis ist nun vier Monate lang in Berlin zu sehen. Die Wanderausstellung der Universität Chicago und der Zeitschrift "National Geographic" läuft noch bis zum 12. Juni und soll dann in Barcelona gezeigt werden.

Tristan, der den Besuchern noch etwa drei Jahre erhalten bleibt, hat bereits für einen regelrechten Besucheransturm gesorgt. "Fast 116 000 Menschen haben ihn in sechs Wochen bereits gesehen", sagt Museumssprecherin Gesine Steiner. Bereits seit den 1930er Jahren zeigt das Museum ein Skelett eines Brachiosaurus - des höchsten bekannten Dinos.

dpa

Brandenburg Umfrage zur Internetkriminalität - Fast jeder Zweite ist Cybercrime-Opfer

Knapp die Hälfte der Deutschen ist bereits Opfer von Internetkriminalität geworden, vor allem durch Viren, Trojanern oder Computerwürmern, aber auch Identitätsraub. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage anlässlich des „Safer Internet Day“ am 9. Februar. Dabei zeigt sich, dass ältere Nutzer anders mit ihren Daten umgehen als die „Generation Selfie“.

08.02.2016

Die Nachricht hatte die Kunstwelt in Aufregung versetzt. Anfang Dezember drangen Diebe in das Atelier des bekannten Malers Markus Lüpertz in Teltow (Potsdam-Mittelmark) ein. Sie erbeuteten Kunstwerke im Wert von mehreren 100.000 Euro. Von den Dieben fehlte jede Spur. Jetzt sind die Bilder wieder zurück.

08.02.2016

Privat chatten oder Fotos teilen: Fast jeder Zweite surft laut einer AGOF-Umfrage am Arbeits- oder Ausbildungsplatz im Netz. Schlimmstenfalls kostet das den Job. Was Arbeitnehmer beachten müssen, hat das Computer- und Technikmagazin Chip zusammengefasst. Dabei geht es auch um die Frage, ob das Plauschen per App dem Büro-Smalltalk inzwischen gleichwertig ist.

08.02.2016
Anzeige