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„Gina, du bist eine Hure“

Strafverfahren gegen Model eskaliert „Gina, du bist eine Hure“

K.O. Tropfen sollen ihr Männer in einer Partynacht gegeben haben, um sie anschließend zu vergewaltigen. Davon entstand ein Video. Doch die Vorwürfe der ehemaligen „Germany’s next Topmodel“-Kandidatin bestätigten sich nicht. Nun kämpft sie selbst vor Gericht und brach nach einer Eskalation unter Tränen zusammen.

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Gina-Lisa Lohfink muss sich vor Gericht verantworten.

Quelle: dpa

Berlin. Für eine ehemalige „Germany’s next Topmodel“-Kandidatin hat eine Anzeige gegen zwei Männer wegen angeblicher Vergewaltigung vor einem Berliner Amtsgericht ein Nachspiel. Promiluder Gina-Lisa Lohfink wies den Vorwurf der falschen Verdächtigung zu Prozessbeginn am Mittwoch zurück. Sie habe sich nichts vorzuwerfen und sehe sich „ausschließlich als Geschädigte in dem Verfahren“, hieß es in einer von einem Anwalt verlesenen Erklärung. Zuvor hatte die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens beantragt. Es sei „eklatant verzögert“ worden.

 Das Model Gina-Lisa Lohfink in Berlin in Begleitung ihrer Anwälte

Das Model Gina-Lisa Lohfink in Berlin in Begleitung ihrer Anwälte.

Quelle: dpa

Gina-Lisa kämpft um Freispruch

Das 29-jährige Model hatte den Prozess mit einem Einspruch gegen einen Strafbefehl erzwungen. Darin hatte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 24 000 Euro verhängt. Lohfink sagte am Rande des Prozesses, sie wolle einen Freispruch erkämpfen. Videosequenzen, die von den beiden Männern angefertigt worden seien, zeigten eindeutig ein Handeln, das sie nicht gewollt habe.

Beim Prozessauftakt gab es jedoch eine Eskalation. Der Fall konnte öffentlich besucht werden. Unter den Zuschauern meldeten sich plötzlich Zuhörer, die ein Sex-Video anboten. Als der Sicherheitsdienst einschritt und die Männer des Saales verwiesen wollten, brüllten sie laut in den Gängen des Gerichts: „Gina, du bist eine Hure“. Nach Informationen der Bild-Zeitung sei das Model auf die Toilette geflüchtet und dort zusammengebrochen. Die Polizei ist inzwischen involviert.

Vergewaltigungs-Vorwürfe nicht bestätigt

Bei der Polizei soll Gina-Lisa nach einer Partynacht im Juni 2012 angegeben haben, gegen ihren Willen mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden zu sein sowie durch K.O.-Tropfen einen Filmriss erlitten zu haben. In einem Verfahren gegen die beiden Männer erhärteten sich die Vergewaltigungsvorwürfe nicht. Ob es noch am Mittwoch zu einer Entscheidung des Gerichts kommt, blieb zunächst offen.

Von dpa

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