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Glaskuben im Herzen der City

Bauen in Potsdam Glaskuben im Herzen der City

Der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wird es an ihrem alten Standort in der Potsdamer Steinstraße zu eng. Seit Dezember sind auf einem großen Areal in der Nähe des Hauptbahnhofs die Arbeiter zu Gange. Am Mittwoch wird offiziell der Grundstein für ein Ensemble gelegt, das von Ende 2016 an Platz für 700 Mitarbeiter bieten soll.

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So soll der Neubau der ILB in Potsdams Mitte aussehen.

Quelle: foto: iLB

Potsdam. Der Grundstein hat eigentlich keinen Platz. Das Fundament für den im Dezember 2014 begonnenen Neubau der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ist gelegt, auch Wände und Stützen des Tiefgeschosses ragen an der Babelsberger Straße westlich vom Potsdamer Hauptbahnhof empor. Trotzdem gibt es am Mittwoch den Festakt mit Finanzminister Christian Görke (Linke), ILB-Vorstandsvorsitzendem Tillmann Stenger und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Zu den Gästen gehört auch MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven.

Drei zusammenhängende Kuben mit viel Glas als Hülle werden auf einer Grundfläche von 27 490 Hektar ab Ende 2016 die Babelsberger Straße säumen. In bis zu sechs Stockwerken sollen bis zu 700 Beschäftigte unterkommen. Für den Neubau spreche mehr als nur ein Grund, sagt Vorstands-Chef Stenger der MAZ. „Wir wollen zunächst, dass alle unsere Mitarbeiter in einem Gebäude unterkommen.“ Genauso wichtig sei die „Nähe zu unseren Auftraggebern und dass wir verkehrstechnisch besser angebunden sind“.

Die lichten Entwürfe des Berliner Architekturbüros Jürgen Engel – auch dieses ist beim Festakt vor Ort – gefallen dem Chef gut. „Es ist nicht ein monolithischer Baukörper.“ Wie Pavillons wüchsen die drei Gebäude harmonisch in die Aue hinein. Der moderne Bau werde das Stadtbild Potsdams aufwerten.

Die ILB fördert seit ihrer Gründung vor 25 Jahren Wirtschaftsprojekte, finanziert den Bau von Infrastruktur wie Gewerbeparks, Fahrradwege oder Breitbandanschlüsse und investiert auch enorme Summen in den märkischen Wohnungsbau. Insgesamt hat die ILB rund 110 000 Projekte mit Krediten im Umfang von 35 Milliarden Euro gefördert. Allein im vergangenen Jahr konnte die als Anstalt des öffentlichen Rechts organisierte Bank Zusagen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro für 6538 Projekte treffen. Stenger hatte das Jahr 2014 deshalb „ein großartiges Förderjahr für Brandenburg“ genannt. Langfristig würden diese Fördersummen für die Wirtschaft zu 3400 mehr Arbeitsplätzen führen, glaubt der Chef. Zu einer der größten Leistungen der ILB in der Vergangenheit rechnet Stenger unter anderem die Unterstützung für Rolls-Royce in Dahlewitz (Teltow-Fläming). Aber auch die Förderung touristischer Infrastruktur oder von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehörten zu den Glanzlichtern. Finanzminister Görke jedenfalls wertet das Geschäftsergebnis als Beleg dafür, das die ILB „von Anfang an einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet“ hat, „dass das Land sich so erfolgreich und dynamisch“ entwickeln konnte.

Der 94 Millionen Euro schwere Neubau soll diese Entwicklung noch beflügeln. Die ILB und ihre Tochter, die Lasa, sowie die Zukunftsagentur (ZAB) Brandenburg als Mieter finden sich dann unter einem Dach – in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, zur Landesregierung und zum Landtag.

Von Rüdiger Braun

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