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Brandenburg Gratis-Milch und Obst an märkischen Schulen?
Brandenburg Gratis-Milch und Obst an märkischen Schulen?
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14:08 25.03.2016
Das Schulobstprogramm soll die heimischen Obstbauern stärken und Bewusstsein für gesunde Ernährung wecken. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Europäische Union machte den Weg für ein Schulmilch- und Schulobstprogramm auch in Brandenburg frei. Das Programm wurde um 20 Millionen Euro auf jährlich 250 Millionen Euro für die teilnehmenden Mitgliedsstaaten aufgestockt. „Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für eine gute Gesundheit, aber der Verzehr von Obst, Gemüse und Milch ist in der EU rückläufig“, sagte der EU-Berichterstatter Marc Tarabella. „Deshalb ist es von größter Bedeutung, die Schulmilch- und Schulobstprogramme zu stärken, indem wir die Beihilfen erhöhen und Kinder im Unterricht besser über gesunde Ernährungsgewohnheiten aufklären.“

Brandenburgs Linke fordert seit längerem die Einführung eines Schulobstprogramms in Brandenburg, doch Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) trat bisher auf die Bremse. Zuletzt kündigte er eine Prüfung an.

Die Linke erhöht angesichts der EU-Entscheidung den Druck. „Ich erwarte, dass sich Brandenburg endlich an diesem Programm beteiligt und das der Minister endlich seine Blockadehaltung gegen dieses Programm aufgibt“, sagte der Potsdamer Linken-Kreischef Sascha Krämer. „Was in neun anderen Bundesländer möglich ist, sollte auch in Brandenburg umsetzbar sein.“ In die Schulen gehörten frische und regionale Lebensmittel der Saison. So lernen Kinder, vor allem die aus finanziell benachteiligen Familien, wie Obst und Gemüse zu den jeweiligen Jahreszeiten schmecken.

Laut Bundesagrarministerium entwickelt sich das Programm bundesweit zu einer Erfolgsgeschichte. Neun Bundesländer beteiligen sich. Minister Vogelsänger hatte immer wieder hohe bürokratische Hürden als Grund für Brandenburgs ablehnende Haltung genannt. Der Geschäftsführer des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg, Andreas Jende, bedauert, dass Brandenburg bislang nicht mitmacht beim Schulobst. EU-Mittel könnten wegen der fehlenden Kofinanzierung durch das Land nicht genutzt werden.

Von Torsten Gellner

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