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Brandenburg Größtes „Giftloch“ der DDR verschwindet
Brandenburg Größtes „Giftloch“ der DDR verschwindet
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12:50 03.11.2015
Ölfässer und ausgediente Militärfahrzeuge bestimmen das Bild des Müllplatzes bei Friedrichsthal. Quelle: dpa
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Friedrichsthal

Die Sanierung der „Großen Hölle“ in der Uckermark beginnt: Die mit alten Reifen, Bauschutt und Hausmüll gefüllte Deponie in Friedrichsthal wird von Montag (9. November) an beräumt.

Größter Müllskandal des Landes Brandenburg

Mit dem Gelände ist der wohl größte Müllskandal des Landes Brandenburg verbunden, wie das Umweltministerium am Dienstag in Potsdam mitteilte. Minister Jörg Vogelsänger (SPD) will sich die ersten Entsorgungsarbeiten ansehen.

Bereits seit Anfang der 1990er Jahre sollte das Gelände beräumt werden, doch die dafür zuständigen Firmen kamen dem nur bedingt nach. Laut Ministerium handelt es sich um rund 53 850 Kubikmeter Altlasten, die die Umwelt gefährden. Ein von dem Ressort bezahlter Zaun wurde gestohlen. Es sei nicht gelungen, die früheren Eigentümer haftbar zu machen, hieß es in der Mitteilung. „Die Rechtsmittel sind ausgereizt.“

Land, Landkreis und Gemeinde entsorgen gemeinsam die Altlasten

Nun hätten sich Land, Landkreis und Gemeinde verständigt, gemeinsam die Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Jungviehanlage zu entsorgen. Auf der drei Hektar großen Deponie waren zu DDR-Zeiten Erdöl- und Chemieabfällen abgeladen worden. Die Sanierung der „Großen Hölle“, wie das Gelände in der Region genannt wird, soll rund 10 Millionen Euro kosten.

Von MAZonline

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