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Großbrand im Hotel Bogota – Joop betroffen?

„Wunderkind“-Ateliers im Gebäude Großbrand im Hotel Bogota – Joop betroffen?

In dem ehemaligen Hotel Bogota in Berlin hat es am Freitag einen Großbrand gegeben. Der Dachstuhl brannte aus. In dem geschichtsträchtigen Gebäude, das Jahrzehnte ein Treffpunkt für große Künstler war, befinden sich auch Ateliers von Wolfgang Joop. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig.

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Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig.

Quelle: dpa

Berlin. Im Dachstuhl des ehemaligen Berliner Hotels Bogota im Stadtteil Charlottenburg ist am Freitagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit sechs Lösch- und mehreren Sonderfahrzeugen sowie rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Das teilte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr mit. Am frühen Nachmittag war der Brand gelöscht. Die Löscharbeiten waren kompliziert; in dem verwinkelten Dachstuhl sei es schwierig, die Flammen einzudämmen, sagt der Sprecher. Menschen wurden nicht verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren keine umliegenden Gebäude betroffen.

Das Hotel wurde im Dezember 2013 geschlossen, nachdem der frühere Inhaber die Miete nicht mehr zahlen konnte. Vor der Schließung waren große Teile der Einrichtung versteigert worden. Ein Investor plante zuletzt, Büros und Luxusläden in dem Gebäude unterzubringen.

Modedesigner Joop besitzt Ateliers im Gebäude

In den unteren Stockwerken befinden sich derzeit Ateliers von Wolfgang Joops Modemarke „Wunderkind“. Die Räume sollen nach Medienberichten allerdings nicht betroffen sein. Anfang dieses Jahres war der beliebte Modedesigner, der ebenfalls ein Haus in Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam besitzt, mit seiner Firma in das Gebäude eingezogen. Auf 1000 Quadratmetern arbeiten insgesamt 30 Mitarbeiter an den Kollektionen, unter anderem im vierten Stock.

Das Hotel Bogota ist ein wichtiger Ort der Berliner Geschichte. Ursprünglich war es als Wohnhaus geplant, 1964 waren vier Pensionen eröffnet worden. Die Zimmer vermietete der jüdische Rückkehrer Heinz Rewald, der später auch die restlichen Etagen des Gebäudes übernahm. Rewald war vor den Nazis ins Exil nach Kolumbien geflohen und benannte seine Pension nach der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Hotel war Jahrzehnte Künstlertreff

Das Hotel in der Schlüterstraße 45 war über Jahrzehnte ein Treffpunkt für Künstler. Der Fotograf Helmut Newton absolvierte dort in den 1930er Jahren seine Lehre.

Von MAZonline und dpa

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