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Brandenburg Große Enttäuschung nach Aus für Brottewitz
Brandenburg Große Enttäuschung nach Aus für Brottewitz
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17:23 26.02.2019
Die Zuckerfabrik Brottewitz gibt es seit 146 Jahren –Ende 2019 ist Schluss. Quelle: imago/Rainer Weisflog
Potsdam

Die Landesregierung und Kommunalpolitiker im Landkreis Elbe-Elster haben sich enttäuscht über das Aus für Brandenburgs letzte Zuckerfabrik in Mühlberg-Brottewitz geäußert. Der Aufsichtsrat des Nahrungsmittelkonzerns Südzucker hatte am Montag beschlossen, im Herbst zwei Werke in Deutschland zu schließen, nämlich Brottewitz und Warburg/NRW. Auch zwei Werke in Frankreich und eines in Polen fallen dem Sanierungsplan des Mannheimer Unternehmens zum Opfer.

„Besonders bitter ist, dass keine roten Zahlen geschrieben wurden, sondern nur die Renditeerwartungen nicht erfüllt wurden“, erklärte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Bürgermeisterin Hannelore Brendel sprach von einem „Riesenschlag“ für die Stadt Mühlberg. Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Claudia Lippert, bedauerte, „dass die Signale aus der Region in Mannheim kein Gehör gefunden haben“. Wirtschafts-Staatssekretär Hendrik Fischer stehe in Kontakt mit dem Betriebsrat in Brottewitz, so Lippert weiter. In Gesprächen mit der Bürgermeisterin und der Gewerkschaft NGG gehe es in den kommenden Wochen darum, eine neue berufliche Perspektive für die 90 betroffenen Mitarbeiter zu finden. Womöglich könne die Infrastruktur der Fabrik weiter genutzt werden, sagte Bürgermeisterin Brendel.

Fruchtloser Protest

Fast die komplette Belegschaft aus Brottewitz hatte am Montag in Mannheim gegen die drohende Schließung protestiert. Südzucker blieb aber bei seinem in Grundzügen schon Ende Januar veröffentlichten Restrukturierungsplan. Ziel sei es, „die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu sichern und zu stärken.“

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, die Interessenvertretung der Rübenbauern und der Zuckerproduzenten, beklagt „erhebliche Wettbewerbsnachteile“ für die deutschen Landwirte innerhalb der EU. So kassierten die Landwirte in elf EU-Staaten Sonderprämien, wenn sie Zuckerrüben anbauten. „Diese Krise ist politisch gemacht“, so Verbandschef Günter Tissen, „sie kann auch nur politisch gelöst werden.“

Von Thorsten Keller

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