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Brandenburg Großrazzia im Drogenmilieu: Es ging um ein Labor
Brandenburg Großrazzia im Drogenmilieu: Es ging um ein Labor
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00:25 02.12.2018
Zollfahnder und Beamte vom LKA führten die Durchsuchungen durch. Quelle: Stefan Sauer/dpa (Symbolfoto)
Eberswalde

Eine schwer bewaffnete Spezialeinheit der Zollfahndung hat am Donnerstagmorgen in Althüttendorf (Barnim) nördlich von Eberswalde zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen: einen Mann und eine Frau. 150 Beamte von Zollfahndungsamt und Landeskriminalamt sowie der Bundespolizei durchsuchen mehrere Objekte – Wohnungen und Lager – in dem rund 600 Einwohner Ort zählenden Ort und in Berlin. Sie ließen nach Angaben nach MAZ-Informationen ein Drogenlabor hochgehen.

Um welche Stoffe und welche Mengen es sich genau handelt, wollte die Behörden noch nicht mitteilen. Es gehe um „Einfuhr, Herstellung und Vertrieb von Drogen aller Art“, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg, Christian Lanninger. Synthetische Drogen seien im Spiel.

Die Eliteeinheit des Zollkriminalamts, die in Köln stationiert ist, war eigens angefordert worden, weil der Haupttäter offenbar kein unbeschriebenes Blatt ist. Die Einheit ist mit den Spezialkräften der Länder beziehungsweise der GSG9 des Bundes vergleichbar. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Lanninger um Deutsche.

Kriminaltechniker waren noch am frühen Nachmittag dabei, die sichergestellten Stoffe und Anlagen zu untersuchen. Die Aktion gegen die Drogenhändler geht auf Observationen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Zollfahndern und LKA zurück.

Die Gemeinde Althüttendorf mit zwei Ortsteilen liegt nördlich von Eberswalde. Die Autobahn 11 durchquert das Gemeindegebiet.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei 1712 Fälle von Rauschgiftkriminalität im Land registriert. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein – erfasst werden Drogendelikte fast nur in Fällen, in denen die Polizei Stoffe auffindet. Entsprechend gelten fast alle dieser Fälle als aufgeklärt.

Von Ulrich Wangemann

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