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Brandenburg Grüne kritisieren Verkehrslücken
Brandenburg Grüne kritisieren Verkehrslücken
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11:42 04.02.2018
Symbolbild. Quelle: picture alliance / dpa
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Potsdam

Die Grünen kritisieren im Landtag, dass auch 28 Jahre nach dem Fall der Mauer, noch immer viele Verkehrsverbindungen zischen Berlin und Brandenburg unterbrochen sind. „Entgegen den Versprechungen der damaligen Bundesregierung, dass die durch den Mauerbau gekappten Verkehrsverbindungen nach 1990 weitgehend wiederhergestellt würden, klaffen im Schienenpersonennahverkehrsnetz weiterhin Lücken“, kritisierte der Verkehrsexperte der Fraktion, Michael Jungclaus, am Sonntag in Potsdam.

Vor allem Pendler sind betroffen

Ein Blick auf eine alte S-Bahnkarte genüge, um zu sehen, dass die Verflechtungen vor dem Mauerbau 1961 besser waren, sagte Jungclaus. S-Bahn-Verbindungen habe es bis Straußberg, Wünsdorf, Ludwigsfelde, Wustermark, Velten, Fürstenwalde und Stahnsdorf gegeben. Dass jetzt im Zuge des ÖPNV-Konzeptes 2030 nachgesteuert werden solle, sei zwar gut. Es gingen aber weitere Jahr verloren, ehe sich die Situation verbessere.

Vor allem Pendler zwischen Berlin und Brandenburg hätten zu leiden, sagte der Grünen-Politiker. Die Regierung habe die steigende Nachfrage nach attraktiveren Verkehrsachsen zwischen Brandenburg und Berlin jahrelang gering geschätzt. Seinen Angaben zufolge ist die Zahl der Pendler aus Brandenburg nach Berlin zwischen 1993 bis 2016 von 90.289 auf 203.274 gestiegen, die der Pendler aus Berlin nach Brandenburg von 25.639 auf 84.776.

Am Montag ist exakt so viel Zeit seit dem Fall der Berliner Mauer 1989 vergangen wie die Mauer von 1961 an überhaupt gestanden hat.

Von MAZonline

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