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Eigenheim-Bau in Brandenburg boomt

Grundstücksmarkt Eigenheim-Bau in Brandenburg boomt

Die Wirtschaft brummt und die Zinsen sind im Dauertief: In Brandenburg steigt die Nachfrage nach Grundstücken. Bauland für Eigenheime ist besonders gefragt. Ein Ende des Booms ist vorerst nicht abzusehen.

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Niedrige Zinsen feuern die Nachfrage nach Bauland an.

Quelle: dpa

Potsdam. Niedrige Zinsen, gute Wirtschaftslage, attraktive Natur: In Brandenburg boomt der Bau von Eigenheimen. In keinem anderen Bundesland hat das eigene Haus im Grünen eine größere Bedeutung als hierzulande. 2015 zielte gut jeder fünfte Grundstückskauf (22 Prozent) auf den Neubau eines Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhauses – im Ländervergleich ist das mit großem Abstand der Spitzenwert. „Brandenburg ist ein Eigenheimland“, erklärt Jürgen Kuse vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Am Montag hat das Innenministerium den neuen Grundstücksmarktbericht vorgestellt. Demnach sind 2015 in Brandenburg 8181 Kaufverträge für den individuellen Wohnungsbau geschlossen worden. Das bedeutete ein Plus um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Flächenumsatz stieg um 28 Prozent auf 1075 Hektar, die Investitionen erhöhten sich um 38 Prozent auf 525 Millionen Euro.

Das füllt auch die Kassen des Landes, das die Grunderwerbssteuer zum 1. Juli 2015 auf 6,5 Prozent angehoben hatte. Die Erhöhung heizte den Markt zusätzlich an: Viele Verträge wurden kurz vor dem Stichtag geschlossen. „Der Trend zum Eigenheim ist ungebrochen“, sagt Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Allgemein setze sich das dynamische Wachstum des Immobilienmarkts fort. „Wir gehen davon aus, dass der Trend weiter anhält.“ Der Kauf von Immobilien sei attraktiv – als Zuhause, Altersvorsorge und Anlage. Laut Lange profitiert Brandenburg indirekt auch von der großen Anziehungskraft von Berlin, das jährlich um 40.000 Einwohner wächst.

Eigenheimgrundstücke sind nicht nur im Berliner Umland gefragt. In Potsdam stieg die Zahl der Käufe um 37 Prozent. Aber auch in Elbe-Elster (plus 28 Prozent), der Uckermark (plus 25 Prozent) und der Prignitz (plus sieben Prozent) ist die Nachfrage teils erheblich gewachsen. Auch die „zweite Reihe“ – Städte wie Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) und Eberswalde (Barnim) – sei attraktiv, erklärt Lange. Für die Entscheidung sei neben einer guten Kita- und Schulversorgung auch die Verkehrsinfrastruktur entscheidend.

Im Berliner Umland kostete der Quadratmeter Bauland 110 Euro, im erweiterten Metropolenraum 38 Euro. Laut Gutachtervertreter Kuse ist das Verhältnis von 1:2,8 im nationalen Vergleich noch moderat. Er prognostiziert, dass sich die Preise künftig stärker auseinanderentwickeln.

Milliardenschwerer Markt


5,02 Milliarden Euro Umsatz wurde 2015 in der Mark auf dem Grundstücksmarkt erzielt – darunter Land mit und ohne Bebauung, Acker- und sonstige Gewerbeflächen.

179.500 Euro kostete ein freistehendes Ein- und Zweifamilienhaus (133 m²) samt Grundstück im Schnitt, 157.200 Euro ein Reihen- oder Doppelhaus.

3447 Euro pro Quadratmeter kostete eine neue Eigentumswohnung im Erstverkauf in Potsdam – ein landesweiter Höchstwert.

Von Bastian Pauly

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