Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Günther Jauch verliert Streit um Hochzeitsfotos

Europäischer Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg Günther Jauch verliert Streit um Hochzeitsfotos

Niederlage für Moderator Günther Jauch – der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg lehnte seine und die Beschwerde seiner Ehefrau ab. Es ging Fotos seiner Hochzeit, die die Zeitschrift „Bunte“ gegen den Willen der Jauchs veröffentlicht hatte. Jauch sah seine Privatsphäre verletzt.

Voriger Artikel
Warum der Nachbar früher jubelt
Nächster Artikel
“Polizei light“ soll Einbrüche verhindern

Günther Jauch hat vor dem Menschengerichtshof in Straßburg eine Niederlage erlitten.

Quelle: dpa

Potsdam. TV-Moderator Günther Jauch und seine Frau Thea haben einen langjährigen Rechtsstreit um einen Medienbericht über ihre Hochzeit verloren. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wies am Donnerstag eine Beschwerde des Ehepaars ab, das seine Privatsphäre verletzt sah.

In dem Streit ging es um einen Artikel und Fotos in der Zeitschrift „Bunte“, darunter ein Bild von der Braut kurz vor der Trauung. Der Text zitierte aus den Hochzeitsreden und beschrieb Details wie das Hochzeitskleid, das Essen und die Dekoration der Kirche.

Privatsphäre gegen Informationsinteresse

Das Paar hatte seine Hochzeit im Juli 2006 in einem Potsdamer Schloss mit mehr als 100 Gästen gefeiert. Über ihren Anwalt hatten sich beide vorab Presseberichte verbeten. Nachdem die „Bunte“ dennoch berichtete, klagten Jauch und seine Frau vor Hamburger Gerichten auf Schadenersatz - vergeblich. Die Straßburger Richter hatten gegen diese Entscheidungen nichts einzuwenden. Die deutschen Gerichte hätten das Recht des Ehepaars auf Privatsphäre sorgfältig gegen das öffentliche Informationsinteresse abgewogen.

Bericht nicht rufschädigend

Der EGMR akzeptierte die Einschätzung, dass es ein öffentliches Interesse an der Hochzeit gab - wegen Jauchs Prominenz, aber auch weil zu den Gästen der Regierende Bürgermeister von Berlin zählte. Der Bericht sei zudem nicht rufschädigend gewesen.

Anders entschieden hatte 2009 das Oberlandesgericht Köln. Es verurteilte den Burda-Verlag dazu, Thea Sihler-Jauch 15 000 Euro wegen des Abdrucks eines Hochzeitsfotos zu zahlen.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg