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Gute Noten für Brandenburgs Pflegeheime

Datensammlung veröffentlicht Gute Noten für Brandenburgs Pflegeheime

Wie gut ist die Nahrungsversorgung? Wie die medizinische Versorgung? Eine umfassende Datenauswertung zeigt, dass die Pflegeheime in Brandenburg im bundesweiten Vergleich am besten abschneiden. Hier gibt es die wenigsten Mängel. Allerdings liegt trotzdem einiges im Argen.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Brandenburgs Pflegeheime schneiden im bundesweiten Vergleich am besten ab. Sowohl bei der Medikamentenversorgung, der Ernährung als auch bei der Wundliegevorsorge haben die Prüfer der Krankenkassen weniger zu beanstanden als in anderen Bundesländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Datenauswertung des Recherchezentrums Correctiv.org. Reporter und Programmierer haben dafür Informationen zu allen deutschen Pflegeeinrichtungen zusammengetragen. Die Analyse zeigt Schwachstellen, aber auch, was gut funktioniert.

Schlusslicht Rheinland-Pfalz

In der Gesamtschau fallen die Heime in Rheinland-Pfalz am häufigsten bei Überprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) negativ auf, die märkischen Einrichtungen am seltensten. An den Heimen im Landkreis Prignitz haben die Kontrolleure im Vergleich der 380 Städte und Landkreise am wenigsten zu beanstanden. Sie erhalten vom MDK Bestnoten. Auch Elbe-Elster, Teltow-Fläming, die Uckermark, Oberhavel und Cottbus rangieren unter den Top Ten.

Allerdings zeigen die Daten auch: Selbst im besten Pflegebundesland Brandenburg werden noch knapp 42 Prozent der Heime in mindestens einer medizinisch relevanten Kategorie auffällig. In Bayern sind es 80 Prozent, in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind es etwa 50 Prozent.

Der Ton ist rauer geworden

Trotz der insgesamt guten Noten durch die Heimprüfer gebe es auch in Brandenburg Schattenseiten, bestätigt Sieglinde Heppener vom Seniorenrat. „Der Ton der Pflegekräfte in den Einrichtungen ist rauer geworden. Das steht im Gegensatz zu den sehr guten Noten“, sagte sie. Dies spiegle das gesellschaftliche Klima wider und weniger den Stress, unter dem die Fachkräfte stehen, vermutet sie.

Die in Brandenburg besonders hohe Quote an Teilzeitkräften in den Pflegeheimen sieht sie dagegen nicht so problematisch. „Es ist meist der Wunsch der Frauen, in Teilzeit zu arbeiten. Wenn sie ständige Mitarbeiter sind, können sie auch eine gute, persönliche Beziehung zu den Bewohnern aufbauen“, erklärte sie. Deutschlandweit arbeiten 60 Prozent der Pflegekräfte in Teilzeit, in Brandenburg sind es 70 Prozent.

Daten zu 380 Kreisen und Städten

Das Recherchezentrum Correctiv hat für den Vergleich Informationen zu den Pflegeheimen in Deutschland zusammengetragen und die Situation in 380 Kreisen und Städten ausgewertet. Die Reporter haben außerdem ein Buch veröffentlicht: „Jeder pflegt für sich allein: Wie es in deutschen Heimen wirklich zugeht.“

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Von Torsten Gellner

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