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Häufchensünder verstärkt im Visier

Kommunen zunehmend hilflos bei Hundekot Häufchensünder verstärkt im Visier

Viele Städte und Gemeinden in Brandenburg haben trotz Hundetoiletten und verstärkter Kontrollen Probleme mit Hundekot auf Bürgersteigen und in Grünanlagen. Viele Besitzer der Tiere zeigen sich trotz klarer Rechtslage uneinsichtig. Die Kommunen kontrollieren nun verstärkt, ob Herrchen oder Frauchen den Kot der Vierbeiner entsorgen.

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Nicht alle Hundebesitzer tüten den Kot ihrer Pfiffis ordnungsgemäß ein und werfen ihn in die dafür vorgesehenen Boxen.

Quelle: dpa

Potsdam. Städte und Gemeinden in Brandenburg haben trotz Hundetoiletten und verstärkter Kontrollen Probleme mit Hundekot. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Kontrollen der Hundehalter sowie die Aufstellung von Hundetoiletten durch die Kommunen bringen oft nicht den gewünschten Erfolg. Vandalismus an den Toiletten sowie Konflikte mit aggressiven Hundehaltern sind ein zusätzliches Problem.

„Die Thematik Hundekot ist in Brandenburg an der Havel wie auch in anderen Städten ein Problem, für welches bisher noch keine generelle Lösung gefunden werden konnte“, sagte Sprecher Guido Zimmer. Herrchen oder Frauchen seien gesetzlich dazu verpflichtet, durch das Tier entstandene Verunreinigungen in der Öffentlichkeit zu entsorgen, wie der Sprecher der Stadt Potsdam, Jan Brunzlow, mitteilte. Bei Verstoß gegen diese Pflicht würden Bußgelder von bis zu 1000 Euro fällig. Zur Entsorgung stehen Brunzlow zufolge in Potsdam derzeit 30 Hundetoiletten, also Abfallbehälter mit Tütenspender, bereit. „Bis zum Ende des Jahres wird ein Konzept erstellt, ob die Standorte bedarfsgerecht sind oder wo neue Hundetoiletten aufgestellt werden.“

Betriebskosten für Hundeklo sind zu hoch

In Brandenburg/Havel sollen nach Angaben des Sprechers vorerst keine Hundetoiletten aufgestellt werden, da jeder Hundebesitzer ein für die Kotaufnahme geeignetes Mittel mitzuführen habe. „Die Wartungs- und Betriebskosten einer Hundetoilette sind aufgrund von Vandalismus und Diebstahl sehr hoch“, erläuterte Zimmer. Auch in Frankfurt (Oder) wurden Hundetoiletten in den vergangenen Jahren wegen Vandalismusschäden abgebaut, wie Stadtsprecherin Vera Kubler sagte.

In Cottbus gab es noch bis vor kurzem zwei Hundeauslaufwege im Norden und Süden der Stadt. „Die Kollision der unterschiedlichen Nutzer- und Interessengruppen hinsichtlich vorhandener Naturschutzbereiche sowie angrenzender Waldflächen ließ eine Weiterführung des Projektes nicht zu“, sagte Stadtsprecher Peter Lewandrowski. Ohne Leine könnten Hundehalter ihre Vierbeiner derzeit auf fünf Hundewiesen laufen lassen, die demnächst ebenfalls mit Tütenspendern versehen werden sollen. In Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) stehen 20 Hundetoiletten mit Tütenspendern bereit. Weitere drei sind nach Auskunft einer Gemeindesprecherin in Planung. Die Unterhaltung der Hundestationen koste Kleinmachnow jährlich 15 000 Euro. Die Kommune habe trotz der Hundetoiletten Probleme mit Kot. „Viele meinen, dass man im Wald die Haufen ruhig liegen lassen darf.“

Um Beschwerden über die Verunreinigung nachzukommen, lassen die Kommunen nun verstärkt kontrollieren. Allerdings gestaltet sich das schwierig. „Das Ordnungsamt ist als solches erkennbar und in den seltensten Fällen lassen die Hundebesitzer dann den Haufen liegen“, sagte Potsdams Sprecher Jan Brunzlow. In Frankfurt/Oder geraten Kontrolleure und uneinsichtige Hundehalter oft aneinander. „Das gehört zum Tagesgeschäft“, sagte Vera Kubler. In Potsdam wurde 2013 ein Inspektor sogar angegriffen. „Künftig wird es für die Kollegen eine freiwillige Schulung geben, damit sie auch im Ernstfall abwehrbereit sind“, so Brunzlow.

6000 HUNDE IN POTSDAM

  • In Brandenburg/Havel werden derzeit 4063 Hunde gehalten. In der Landeshauptstadt Potsdam gibt es 6000 steuerpflichtige Hunde.
  •  Tausende Hunde sind in der Mark steuerlich erfasst. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl streunender Hunde.

Von Christina Bark

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