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Brandenburg Halloween wird in Brandenburg immer beliebter
Brandenburg Halloween wird in Brandenburg immer beliebter
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13:50 27.10.2018
Auch in Brandenburg wird vielerorts Halloween gefeiert. Den Handel freut’s, die Kirche nicht. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Potsdam

„Süßes, sonst gibt`s Saures!“ Mit diesem Spruch ziehen Kinder und Jugendliche am 31. Oktober von Haustür zu Haustür. Halloween wird auch in Brandenburg immer beliebter. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Die Qualität solcher Veranstaltungen hat sich stetig verbessert“, sagt Patrick Kastner von der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB). Ob die Gruselparty in den Kulissen des Filmparks Babelsberg oder die Halloween-Fahrt mit der Museumsbahn in Gramzow (Uckermark), Touristiker, Gastronomen und Vereine ließen sich immer mehr rund um das Fest am 31. Oktober einfallen.

Vielfältiges Programm

Mehr als 30 Veranstaltungen in Verbindung mit dem Fest führt die TMB auf ihrem Wochenplan. „Das Fest ist über die Jahre immer umfangreicher geworden“, sagt Maika Ziehl vom Spargelhof Klaistow (Potsdam-Mittelmark). Dort wird Halloween seit mehr als zehn Jahren im Rahmen der Kürbisausstellung gefeiert. Zu einem echten Gruselerlebnis für Erwachsene komme es beispielsweise in der Westernstadt „El Dorado“ in Templin (Uckermark). „The walking Dead experience“, heißt dort eine Veranstaltung, bei der die Besucher den Ansturm von „Untoten“ abwehren müssten.

Kirche wenig begeistert

Hat das aus Amerika kommende Spektakel dem Reformationstag in Deutschland den Rang abgelaufen? Aus kirchlicher Sicht ist Halloween kaum etwas anderes als ein Verkaufsrummel, der allerdings jedes Jahr mit dem Reformationstag zusammenfällt. Eine Konkurrenz zu den kirchlichen Feierlichkeiten sieht die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) nicht.

Gut für den Handel

Für den Einzelhandel in Berlin und auch in Brandenburg ist Halloween mittlerweile ein wichtiges Datum. „Der Verkauf läuft seit Beginn der Nuller-Jahre auf Hochtouren – die öffentliche Wahrnehmung hat sich verändert, auch wenn der Trend aus Amerika kommt“, sagte Günter Päts, stellvertretender Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg mit Sitz in Neuruppin. Neben Kostümen seien auch Taschen und Schokolade sehr gefragt. Vor allem in familiären Kiezen, wo sich die Nachbarn kennen. „Dort spielt Halloween eine ähnlich große Rolle wie in Städten und kleinen Dörfern in Brandenburg.“

Noch nicht jeder bereit für Halloween

Allerdings ist nur jeder zweite Deutsche bereit, den an der Haustür klingelnden Kindern Süßigkeiten in die Hand zu drücken, wie eine aktuelle YouGov-Umfrage zu Halloween in Kooperation mit Statista zeigt. Besonders spendabel sind demnach Deutsche im Alter von über 55 Jahren (57 Prozent). Für die Umfrage wurden im Oktober 1124 Personen ab 18 Jahren online befragt.

Von dpa

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