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Brandenburg „Haltestelle Woodstock“ lockt an die Oder
Brandenburg „Haltestelle Woodstock“ lockt an die Oder
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21:53 30.07.2013
Quelle: dpa
Küstrin

Von Mittwoch an bis zum 3. August spielen hier unter anderen die Rocker von Kaiser Chiefs, die US-amerikanische Metal-Band Anthrax und Atari Teenage Riots aus Berlin. Im vergangenen Jahr brachte das Festival eine halbe Million Besucher zum Ausflippen, Tanzen und Grölen – darunter Tausende aus Deutschland. Das soll sich in diesem Jahr wiederholen.

Das Festival möchte anknüpfen an die Woodstock-Stimmung in den USA Ende der 1960er Jahre. „Unser Ziel ist es, dass es friedlich und freundschaftlich zugeht“, sagt Malgorzata Ebert vom Organisationsteam der „Haltestelle Woodstock“. Schon Tage vor dem Festival haben Besucher ihre Zelte aufgeschlagen, um sich die besten Plätze zu sichern.

Nicht kommerziell, Open Air und im Zentrum Europas: So stellen die Veranstalter ihr Festival am liebsten dar. Tatsächlich gilt die „Haltestelle Woodstock“ trotz der Masse der Festivals in diesem Sommer als eine der ersten Adressen – wohl auch, weil es keine Eintrittskarten gibt und die Besucher nichts bezahlen müssen.

Die Sponsoren sind private Unternehmen. „Das Ganze ist ein Dankeschön“, sagt Ebert. Alle diejenigen, die jedes Jahr bei der Sammlung von Spenden für Kinderkrankenhäuser in Polen helfen, sollen belohnt werden. Organisiert werden die Auftritte von der Warschauer Stiftung WOSP (Wielka Orkiestra Swiatecznej Pomocy) in diesem Jahr zum 19. Mal.

Überschattet wird die Party von drei Todesfällen vor dem Start. Ein 30 Jahre alter Pole und seine 26-jährige Begleiterin kamen beim Trampen in Seelow (Märkisch-Oderland) ums Leben. Sie hatten nach Polizeiangaben vom Festivalgelände aus einen Ausflug nach Deutschland gemacht. Auf der Rückfahrt wollten sie ein Auto stoppen und wurden von ihm erfasst. „Das war ein tragischer Unfall“, sagte ein Sprecher der Polizei in Frankfurt (Oder). Ebenso tragisch ist der Tod einer jungen Frau und Festivalbesucherin. Sie ertrank beim Baden.

Kürzlich war auch das Festivalgelände selbst in den Schlagzeilen, weil auf ihm Munition in großer Zahl geborgen worden war. Rund 500 alte Granaten, Minen und andere Blindgänger mussten entfernt werden. Die Munition stammte teilweise noch aus dem Zweiten Weltkrieg, als die Region stark umkämpft war.

Die Besucher schrecken vor solchen Meldungen eher nicht zurück, 500.000 sollen es auch in diesem Jahr werden. Sie kommen vorwiegend aus Polen, wegen der Grenznähe sind aber auch Tausende Deutsche dabei, erzählt Ebert. „Auch Niederländer, Engländer und Schweden reisen immer wieder an.“

Von Marion van der Kraats

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